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Sonntag, 17. Oktober 2021

5 Jahre digitaler Norden. Das ist erst der Anfang.

 HANSE DIGITAL MAGAZIN
* Update 18.10.2021 *


Liebe Leserinnen, liebe Leser:

"Es bedarf mehr medialer Aufmerksamkeit und Bericherstattung, welche Chancen die Digitalisierung in Wirtschaft, Verwaltung und Gesellschaft bietet". Mit dieser Aussage mogelten sich Politiker auf Kommunal-, Landes- und Bundesebene jahrelang aus der Verantwortung, Digitalisierung mit greifbaren Aktivitäten, politischen Rahmenbedingungen und angemessener Förderung zum Fliegen zu bringen. Seit fünf Jahren ist das in Hamburg, der Metropolregion und in den fünf norddeutschen Bundesländern nicht mehr ganz so einfach. Denn mit mehr als 2.200 Nachrichten und rd. 330 Beiträgen zeigt HANSEVALLEY, was digital tatsächlich passiert - und wer sich mit Sonntagsreden und Buzzwords, Schönwetterprognosen und leeren Versprechen vom Acker machen will.

Am 15. Oktober 2016 ging der erste Beitrag von HANSEVALLEY online. Das damalige Hamburg Digital Magazin berichtete unter dem Titel "Be Berlin? Hamburg Ahoi? Wer die Wahl hat ..." über die Unterschiede der beiden größten deutschen Millionenstädte, über ihre Stärken und Schwächen. Noch am selben Tag zitierten wir mit "Startups in Hamburg? “Deutschland hat nicht nur ein Paris.” die erfolgreiche Serienunternehmerin Verena Pausder und verglichen die Startupszenen an Elbe und Spree. So begann unser Weg als Digitalmagazin für Hamburg, die Metropolregion und seit Ende 2019 für alle fünf norddeutschen Bundesländer - inkl. digitaler Highlights, wie der künstlichen Intelligenz, Quantencomputing und dem autonomen Fahren.

HANSEVALLEY war ursprünglich nicht als Digitalmagazin geplant. Eigentlich sollte es ein Startupmagazin names "GRÜNDERMETRO" werden - in Anlehnung an das von mir in Berlin betreute Magazin gleichen Namens. Doch neben einem bereits existierenden Startupblog ergab das wenig Sinn. Unser Wingman Oliver Rössling brachte uns als Rostocker Hanseat bei einer Küchenparty des Altonaer Startups "Lifetime" auf unseren heutigen Namen. In unserer Startupberichterstattung im Hanse Startup Magazin HANSESTARTUPS fokussieren wir uns nun seit fast fünf Jahren auf die Jungunternehmen, die fernab heißer Luft, zweifelhafter Geschäftsmodelle und bunter Pudelshows echte Innovationen entwickeln und nicht zu den Lieblingen einzelner Startupmuttis gehören, wie "FashionCloud", "NautilusLog" oder "Nect". 

Mehr als 1 Mio. Views für 2.200+ News und 330 redaktionelle Beiträge.

Konnten sich unsere ersten Beiträge über jeweils gut 280 Leser freuen, wuchs die Leserschaft auf bis zu 2.200 Views auf besonders erfolgreichen Beiträgen an, z. B. bei unserem Hamburger Jahresrückblick 2017, unserem Bericht über "FashionCloud", die Bananen-Software von "Moia", unser Corona-Special für Hamburg oder die Methoden des Hamburger Versandhändlers "Otto". Gleiches gilt für unsere Themenmagazine, mit denen wir heute interessanten Entwicklungen einen eigenen Platz bieten. Wie bei unserem Namen haben wir auch bei den Schwerpunkten einen Pivot hingelegt. So berichten wir heute regelmäßig über die digitalen Aktivitäten an Universitäten, Hochschulen und Forschungsinstituten im Norden. Die aktuellen Meldungen gibt es im Hanse Science Magazin HANSESCIENCE. Mit dem Hanse Health Magazin und dem Hanse Quantum Magazin gehen in Kürze unsere jüngsten Rubriken an den Start.

Womit wir beim wahrscheinlich wichtigsten Grundsatz unserer fünfjährigen Entwicklung sind: der Unabhängigkeit - z. B. von Politikern und Funktionären, und der Unerschrockenheit - z. B. vor Pressesprechern einzelner, vor allem Hamburger Unternehmen, die wir heute schwarz auf weiß benennen. Neben unseren im März 2017 gestarteten Hanse Digital Nachrichten HANSENEWS per Liveblog und über 143.000 Lesern erfreuen sich vor allem das Hanse Startup Magazin HANSESTARTUPS mit 20.000+ Lesern, das Hanse KI Magazin HANSEMACHINE mit 13.000+ und das Hanse Champion Magazin HANSECHAMPIONS mit 12.000+ Lesern großer Beliebtheit. Dort finden sich auch die entsprechenden Nachrichten zu den Schwerpunkten wieder. Unter dem Strich freuen sich unsere Redakteure aus Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen über mehr als 1 Mio. Views.

Shitstorm von SPD-Funktionär*in Nico Lumma: Hass ist keine Meinung.

Ein halbes Jahr nach unserer Gründung fingen wir uns einen Shitstorm des Hamburger SPD-Funktionärs, Web 2.0-Veteran*in und hauptberuflicher Startup-Hebamme Nico Lumma ein. An seiner/ihrer Seite: Die beiden Macher*innen des Hamburger Startupblogs. Aufhänger: Wir hatten es gewagt, die Machenschaften des Versicherungs-Startups "Haftpflichthelden" (heute "Helden.de") scharf zu kritisiert. Unter den Shitstormer*innen mit hasserfüllten Tiraden befanden sich so prominente Spezialist*innen, wie "About You"-Co-Founder*in Tarek Müller und der/die/das Hamburger Personalberater*in Dwight Cribb. Das Bundesamt für Justiz stellte nach 1,5 Jahren fest: Nico Lumma und seine Hamburger Kumpel*innen haben geltendes Recht gebrochen, sich strafbar gemacht und gehören auf die Anklagebank. Unsere Stellungnahme dazu gibt es auf der Seite des Hanse Digital Codex HANSECODEX.

Wenn man den Mund aufmacht, Missstände kritisiert und sich nicht einschüchtern lässt, werden die Nattern in der Schlangengruppe aka Subventionssumpf bissig. Schließlich steht in unserer Stellenbeschreibung nichts von "kriech brav und schleim vor den Hamburger Seilschaften" oder "sei ein harmloser Marketing-Dödel und verbreite blind die Staats-PR". So wurden wir über die Jahre auch von einigen Pressesprecher*innen angegriffen und man versuchte uns - Zitat - "in die Schranken zu weisen". Allen voran dürfen wir die unfair agierenden Zeitgenoss*innen von "Beiersdorf" (im Ruhestand), des Terminalbetreibers "HHLA", der Hamburger "Hochbahn" (der mit den Schranken ...) und der "Otto Group" nennen. Letzterer Chef*innensprecher meinte uns, schriftlich beleidigen zu müssen. Vielleicht ist er aber auch nur sauer, dass sein Klamotten- und Möbelversand von Jahr zu Jahr mehr Boden gegen "Amazon" verliert.

Chef*innensprecher, Liebesdiener*innen und andere Spezialist*innen. 

Über die vergangenen fünf Jahre haben wir uns ein Profil erarbeitet, das man u. a. mit 'zugespitzt und unverblümt', 'kritisch und investigativ' beschreiben kann. Unsere Enthüllungen finden Sie u. a. im Hanse Recherche Magazin HANSEINVESTIGATION. Fakt ist: Journalismus ist kein Storytelling, Berichterstattung kein Content-Marketing und ein Onlinemagazin kein Ad-Channel. Auch wenn Social Media Marketer*innen wie Nico Lumma und Philip Westermeyer nur zu gern Content für Reklame-Kampagnen benutzen. Geht es in unabhängiger Recherche und Redaktion um Tatsachen was passiert ist, versuchen genannte Protagonist*innen, bunte Bildchen aka GIFs, Gesabbel aka Podcasts und falsche Etiketten als "Medienmacher*innen" zu verkaufen. Dabei dienen die Liebesdiener*innen tief gebügt vor allem der werbetreibenden Wirtschaft. Das hat mit Glaubwürdigkeit im Geschäftsleben eher nichts zu tun.

Womit wir beim nicht weniger unappetitlichen Thema des Genderns sind: In der Redaktion haben wir - zwei "alte weiße Männer" (auch das ist übrigens diskriminierend!) und eine jüngere weisse Geschäftsfrau - uns entschlossen, den Genderwahnsinn nicht mitzumachen. Schauen Sie sich unsere Leitlinien im Hanse Digital Codex HANSECODEX an. Bekommen wir genderte Statements, werden diese von uns gekürzt oder weggelassen. So, wie 80 % von über 71.000 "FAZ"-Lesern,  86 % von 26.000 Befragten des "MDR" und 94 % von über 1.500 Lesern der "Berliner Zeitung" gendern für überflüssig halten, bringt es keiner Frau für 5 Cent mehr Respekt, Chancengleichheit und Anerkennung. Denn hier geht es nicht um eine feige (Mitläufer-)Haltung, sondern um Werte, wie man mit anderen Menschen zusammen lebt und arbeitet. Und die können nicht durch grammatikalisch falsche, politisch motivierte und moralisch überhöhte Sprache aufgezwungen werden.

Der digitale Norden: KI-Forschung, KI-Bildgebung & autonomes Fahren. 

Die Zukunft des Nordens mit Handel und Häfen, Autos und Logistik, Landwirtschaft und Tourismus liegt in Technologien. Eine unserer entscheidenden Leitfragen lautet: Wo passieren im Norden die spannenden Dinge rund um Digitalisierung, Transformation und Kulturwandel? Die Freie Hansestadt Bremen brilliert im 50. Jahr des Bestehens ihrer Universität mit dem Thema künstliche Intelligenz. Mit einem DFKI-Standort, dem Institut für künstliche Intelligenz und dem Technologiezentrum Informatik und Informationstechnik, dem Fraunhofer Institut für Digitale Medizin und dem künftigen KI-Schwerpunkt der "Jacobs University" ist die Wesermetropole einer der führenden KI-Forschungsstandorte in Deutschland. Jetzt geht es darum, die KI-Forschung in die Wirtschaft zu bringen. Hierzu soll es mit dem "Digital Hub Industry" im Technologiepark und an der FH in Bremerhaven zwei Transferzentren für Industrie und Mittelstand geben. Lesen Sie mehr dazu im Hanse KI Magazin HANSEMACHINE.

Bremens Erzrivale, die Freie und Hansestadt Hamburg, punktet - unabhängig eines hochgejazzten Verkehrskongresses - mit digital-vernetzter Mobilität. Mit Projekten zum autonomen Fahren inkl. einer Teststrecke für PKW in der Hamburger Neustadt, einer Teststrecke für autonome Kleinbusse in der Hafencity, einem künftig autonomen Sammel-Fahrdienst, autonomen LKW-Transporten im Hafen und einer jetzt autonom zu spät kommenden S-Bahn sammelt die Stadt Erfahrungen. Eine Übersicht dazu bietet das Hanse Mobility Magazin HANSEMOBILITY. Dank Verkehrswende-Diskussionen und spendablem Bundesverkehrsminister passen die Projekte wunderbar in die Klimaschutz-Duselei des rot-grünen Senats. Ein weiteres Zukunftsthema an Alster und Elbe ist die KI-gestützte Bildgebung - dank starker Player aus der Wirtschaft, wie der Klinikgesellschaft "Asklepios", dem Biometrie-Marktführer "Dermalog", dem Mikroskopie-Spezialisten "Olympus", der Röntgensparte von "Philips" und dem jungen KI-Identitätsspezialisten "Nect".

Digitaler Norden: Smart Farming, Smart Villages & ein Quantencomputer.

Womit wir bei den Küstenländern wären: Mecklenburg-Vorpommern ist zwar kein Vorreiter bei Industrie und Dienstleistungen. Die sechs digitalen Innovationszentren an den Standorten Greifwald und Neubrandenburg, Rostock und Schwerin sowie Stralsund und Wismar sind aus unserer Sicht jedoch vorbildliche Startpunkte z. B. für die flächendeckende Digitalisierung in KMUs und in der Verwaltung. Neben der Verknüpfung von Hochschulen, Startupsberatung, Mittelstandsförderung und lokaler Interessenten hat der Nord-Osten laut eines unabhängigen Zukunftsprogramms besondere Chancen in den Themen Smart Farming und Smart Villages. Mehr dazu gibt es Bereich MV des Hanse Future Magazins HANSEFUTURE. Mit der bereits 2018 eingeführten "Digitrans"-Förderung mit bis zu 50.000,- € für KMUs kann man in Schwerin über die "Digitalbonus"-Spätstarter Bremen, Hamburg und SH nur lächeln. Jetzt ist MV gefordert, mit seiner Mobilfunkmastgesellschaft schleunigst die 230 weißen Flecken zwischen Westmecklenburg und Vorpommern zu schließen.

In Niedersachsen spielen drei digitale Themenfelder eine Rolle: Rund um Hannover steht die digital-gestütze Elektromobilität und das ab 2015 erwartete autonome Fahren im Mittelpunkt. Hier kommen eine 280 km lange Teststrecke auf den Autobahnen zwischen Hildesheim, Hannover, Braunschweig und Wolfsburg zum Zug, die Forschung der TU Braunschweig und die digitale Transformation von "Continental" in Hannover und in den Werken von "Volkswagen" in Wolfsburg ("Trinity"), Hannover ("ID Buzz") und Salzgitter (Batterien). Am Stammsitz von "VW" wird an der Coding-School "42 Wolfsburg" der Nachwuchs für die "VW"-Softwareschmiede "Cariad" trainiert. Ein Verbund rund um die Leibniz-Universität, die TU und die Physikalisch-Technische Bundesanstalt in Braunschweig, das Max-Planck-Institut für Gravitationstechnik und das DLR-Institut für Satellitengeodäsie und Inertialsensorik in Hannover entwickelt mit 25 Mio. € Förderung bis 2025 einen eigenen Quantencomputer - im "Quantum Valley Lower Saxony". Ein Thema, das wir künftig mit einem Hanse Quanten Magazin HANSEQUANTUM covern.

Digitaler Norden: Oldenburg, Osnabrück, Lübeck und ganz viel Intelligenz.

Schauen wir in den Westen des mit 8 Mio. Einwohnern größten und stärksten Bundeslandes im Norden: In der Metropolregion Nord-West machen sich die beiden Universitätsstädte Oldenburg und Osnabrück einen Namen als digitale Zukunftsschmieden: Hier stehen vor allem die KI-Themen Smart Farming (u. a. das "Digischwein"), Smart Enterprise Engineering, Marine Perception und interaktives maschinelles Lernen im Fokus. Das Engagement wird durch das OFFIS - Institut für Informatik an der Uni Oldenburg mit den Bereichen Energie, Gesundheit, Produktion und Verkehr und dem KI-Campus an der Uni Osnabrück mit Landwirtschaft sowie dem Schwerpunkt Vernetzung von Maschinen und Prozessen unterfüttert. Die Landesregierung will mit Oldenburg und Osnabrück einen eigenen DFKI-Standort etablieren. Dank der Technologieförderung durch die "Volkswagen-Stiftung" setzt Niedersachsen Akzente in der digitalen Entwicklung. Eine Übersicht zu den Digital- und KI-Strategien gibt es bei der Hanse Digital Initiative HANSEDIGITAL.

Ähnlich wie MV ist auch Schleswig-Holstein durch Landwirtschaft und Tourismus geprägt. Umso spannender ist die millionenschwere Förderung des KI-Standortes Lübeck mit Universität und dem Uniklinikum UKSH. Geht Bremen in die Breite der Grundlagen- und der Nord-Westen in die Anwendungsforschung, konzentriert man sich in Lübeck auf KI in der Medizin und an der TH um die Chancen von KI in der Verwaltung. Mit einem gerade verabschiedeten Digitalisierungsgesetz öffnet die Jamaika-Koalition die Chance, KI praktisch in der Verwaltung anzuwenden. Über einen Top-Down-Ansatz stößt die Landesregierung in Landwirtschaft und Produktion ebenso Digitalprojekte an, wie bei der Verwaltung mit Serviceportal und Glasfaser-Vernetzung in Stadt und Land. Sieben digitale Demonstrationszentren nehmen die Menschen im echten Norden per VR-Brille und 3D-Drucker mit auf die Reise in die digitale Zukunft. Die spannensten Entwicklungen zur Zukunft gibt es nach Nordländern sortiert im 
Hanse Future Magazins HANSEFUTURE.

Der digitale Norden: Die führenden Smart Citys an Nord- und Ostsee.

Jedes Jahr wertet die auf E-Government aka Verwaltungsmoderisierung spezialisierte Beratungsagentur "Haselhorst" 403 Städte in Deutschland mit mind. 30.000 Einwohnern auf ihre digitale Entwicklung aus. Beste Smart City im Norden ist 2021 - wie bereits im "Bitkom"-Ranking - Hamburg, dieses Mal auf Platz 2 nach München. Eine weitere Smart City unter den Top 10 ist die Autostadt Wolfsburg auf Platz 7. Auf den weiteren Plätzen folgen die Glasfasercity Norderstedt auf Platz 11, die TU-Heimat Braunschweig auf Platz 15, die KI-Metropole Bremen auf Platz 20, die Landeshauptstadt Kiel auf Platz 21, die Universitätsstadt Osnabrück auf Platz 25, das Wirtschaftszentrum Hannover auf Platz 29 sowie die Unistadt Oldenburg auf Platz 30. Damit erreichen alle Metropolen und Landeshauptstädte in den alten Bundesländern des Nordens gute oder sehr gute Platzierungen. Mehr dazu in den Hanse Digital Nachrichten HANSENEWS.

Womit wir bei der Frage sind: Wer interessiert sich für digitale Themen in den norddeutschen Bundesländern und hier vor allem in den vier Metropolregionen Hamburg, Hannover, Nord-West und Stettin? Unsere kontinierliche Analyse zeigt: Frauen wie Männer sind gleichermaßen an digitalen Neuigkeiten interessiert - auch ohne Rumgendere. Grundsätzlich sind die jungen Leser zwischen 25 und 34 Jahren mit fast 60 % unsere größte Nutzergruppe. 40 % sind Entscheider im Berufs- und Geschäftsleben zwischen 35 und 54 Jahren. Auch heute kommt im Jahresdurchschnitt fast ein Drittel (29 %) unser Leser aus Hamburg, gefolgt von Schleswig-Holstein und Niederachsen mit 10 bzw. 8 %. Die aktuellen Zahlen finden Sie laufend aktualisiert im Hanse Digital Marketing HANSEMARKETING. Interessant: 8,5 % unser Leser sitzen in Berlin. Womit jede digitale Hamburger Peinlichkeit sofort für Spass an der Spree sorgt. 

HANSEVALLEY: Bis zu 200 Neuigkeiten jeden Tag, 365 Tage im Jahr.

Jeden Tag bekommen wir bis zu 200 Mitteilungen, Newsletter und Einladungen. Wir wählen die neuesten, zukunftsweisensten und außergewöhnlichsten Geschichten für unsere Früh-, Mittags- und Spätmeldungen in den Hanse Digital Nachrichten HANSENEWS aus, die parallel auf unseren Social Media Kanälen gefeatured werden. Wir schauen online in Pressetermine, Dikussionen und Startupmeetings, um auf dem aktuellen Stand und einen Schritt weiter zu sein. Mit dem "digitalen Norden" setzen wir den Anspruch, vorn dabei zu sein, wenn es um die Entwicklungen an Hochschulen, die Digitalisierung in Wirtschaft und Verwaltung und die Chancen für uns Norddeutsche und für die Unternehmen geht. Ja, wir sind stolz, auf das was zwischen Ems und Weser, Leine und Elbe, zwischen Heide und Holstein, an Nord- und Ostsee sowie zwischen Warnemünde und Schweriner Schloss sowie Seenplatte und Strelasund digital läuft.

Als Hanse Digital Magazin haben wir drei essentielle Aufgaben: 1. zu beobachten, was passiert. Im Journalismus heißt das Recherche. 2. zu bewerten, ob die Fakten echt und für unsere Leser relevant sind. Im Journalismus heißt das Redaktion. Journalisten sind die Profis gegen Fake News. Und 3. zu berichten, wie es zu bewerten ist und welche Auswirkungen es hat. Im Journalismus nennt man das Publizieren. Mit täglicher Presseschau zu allen digitalen Themen im Norden und auf Bundesebene,
 Zugriff auf eine der größten Datenbanken mit 188 Mio. Beiträgen von Agenturen, Magazinen und Zeitungen, mit mehr als 4.200 archivierten Pressemeldungen sowie mehr als 7.000 thematischen Presse- und PR-Fotos + Illustrationen besitzen wir einen starken Backbone für Bewertung und Berichterstattung ohne Buzzwords und Bullshit.

Neugier, Offenheit und Begeisterung - trotz Schmuddelkindern.

Auch im neuen Jahr können Sie sich auf das führende norddeutsche Onlinemagazin zur Digitalisierung verlassen: Wir lassen uns keine (Hamburger) Schaufensterprojekte als Weltsensation andrehen. Wir fallen nicht auf vermeindliche Leuchttürme rein, bei denen nicht mal ein Teelicht den Weg weist. Wir nehmen keine Rücksicht auf Politiker oder Unternehmen, die uns den Mund verbieten wollen. Wir benennen Schmuddelkinder als genau das, was sie sind - auch wenn man uns mit der juristischen Keule plattmachen will (Danke für den Angriff, "Otto Group". Gut zu wissen, wie man Sie einordnen muss). Wir sprechen aus, wenn der Fisch anfängt, zu stinken. Und wir schreiben, was fakt ist, und nicht was sich Spindoktoren in Stabs- und Pressestellen ausgedacht haben, um ihre Organisation in ein besseres Licht zu rücken. 

Unser Antrieb ist die positive und nachhaltige Entwicklung unserer norddeutschen Heimat. Unsere Themen orientieren sich an den Chancen und Perspektiven der offenen und freien Gesellschaft, in der wir leben. Unser Fokus liegt auf den Möglichkeiten der Digitalisierung, der Transformation von Unternehmen, Verwaltungen und der Gesellschaft sowie auf dem Kulturwandel, der das möglich macht. Die Digitalisierung hat gerade erst begonnen und wir begleiten sie - mit leidenschaftlicher Neugier, unverrückbarer Offenheit und einem Sendungsbewußtsein für das, was uns begeistert. 
Im Namen des ganzen Teams bedanke ich mich bei Ihnen für jede einzelne Minute, uns Ihre Aufmerksamkeit zu schenken, Ihr Interesse für die digitalen Neuigkeiten wecken zu dürfen und gemeinsam jeden Tag einen noch vielfältigeren Norden mit digitaler Vernetzung zu entdecken. 

Ich wünsche Ihnen ganz persönlich für die vor uns liegende kalte und dunkle Jahreszeit vor allem eine starke Gesundheit. Bitte, lassen Sie sich impfen, sollten Sie dazu noch keine Gelegenheit gehabt haben. Schauen Sie in unseren Hanse Digital Service HANSESERVICE mit vielen Links zu aktuellen Informationen zum Thema Corona. Geimpft schützen Sie sich, ihre Lieben, ihre Familie, Freunde und Kollegen. Und sie geben uns allen die Chance, schon bald wieder ein nahezu uneingeschränktes Leben zu leben. 

Und bitte, vergessen Sie eines nicht: Bei allen digitalen Möglichkeiten auf Smartphones, in selbstfahrenden Autos, Bussen und Bahnen sowie in einem vernetzten Smart Home: Manchmal sollte man einfach den Bildschirm auslassen, sich etwas Gutes tun, mit einem lieben Menschen sprechen oder Musik hören und ein wenig träumen. Nach mehr als 1,5 Jahren Einschränkungen mit Schutzmaske, Lockdown und Regeln sollten wir alle das Leben genießen, wann immer es möglich ist. Das kann ich nach 19 Monaten Homeoffice nur unterstreichen.


Mit herzlichen Grüßen des ganzen Teams

Ihr Thomas Keup

Gründer und Herausgeber,
HANSEVALLEY - Das Hanse Digital Magazin


Freitag, 12. März 2021

HANSESCIENTISTS: Norddeutsche Gründerunis vorn mit dabei.

HANSE DIGITAL HOCHSCHULEN

Gründungsideen aus Bremen sind bundesweit vorn mit dabei.
Foto: Frank Pusch

Hamburg: Die Universitäten von Oldenburg, Bremen und Hannover sind die erfolgreichsten großen Hochschulen Deutschlands bei Ausgründungen von Jungunternehmen aus der Wissenschaft. Bei den mittelgroßen Hochschulen bis zu 10.000 Studenten erreicht die "Leuphana" in Lüneburg einen "guten" 10. Platz, ebenso wie die TU in Hamburg-Harburg auf Platz 14. Die Hanse Digital Hochschulen für Gründer - vorgestellt von Thomas Keup:


Die Universität von Oldenburg belegt mit 56,3 Punkten aus sieben Kategorien einen sehr guten 4. Platz unter Deutschlands großen Hochschulen, gefolgt von der Universität Bremen mit 47,8 Punkten auf Platz 11. Auf Platz 18 folgt die Leibniz-Universität Hannover mit 43,1 Punkten, auf Platz 24 die TU Braunschweig zusammen mit der Ostfalia Hochschule mit 40,2 Punkten und auf Platz 31 die Universität Göttingen und 36,8 Punkten.


Großunis in Oldenburg und Bremen mit guter Gründungsunterstützung


Die ersten 11 Hochschulen können auf "hervorragende" Leistungen bei Ausgründungen verweisen, die Plätze 12 bis 31 auf "durchschnittliche" Leistungen. Norddeutsches Gründer-Schlusslicht der großen Hochschulen ist die HAW in Hamburg auf Platz 32 mit "Verbesserungspotenzial". Erfolgreichste große Hochschule in Deutschland ist die TU München mit 57,2 Punkten, gefolgt von der HAW München mit 57,0 Punkten sowie der Universität Potsdam mit 56,8 Punkten.


Gute mittelgroße Gründer-Universitäten in Lüneburg und Harburg


Bei den mittelgroßen Hochschulen mit 5.000 bis 10.000 Studenten erreicht die "Leuphana" in Lüneburg einen "guten" 10. Platz mit 48,12 Punkten, ebenso wie die TU in Hamburg-Harburg auf Platz 14 mit 45,48 Punkten. Unter den "durchschnittlichen" mittelgroßen Hochschulen folgt die Technische Hochschule Lübeck auf Platz 22 mit 43,13 Punkten und die Hochschule Bremen auf Platz 30 mit 40,03 Punkten


Ebenfalls "durchschnittlich" sind die HAWK in Hildesheim, Holzminden und Göttingen mit 39,59 Punkten auf Platz 33, die Hochschule Osnabrück auf Platz 37 und 36,32 Punkten, die Hochschule Wismar auf Platz 39 mit 35,67 Punkten und die Hochschule Hannover auf Platz 44 mit 33,04 Punkten.


Mit "verbesserungsfähigen" Leistungen kommen die Universität Greifswald auf Platz 55 mit 27,39 Punkten, die Jade-Universität in Wilhelmshaven, Oldenburg und Elsfleth auf Platz 64 mit nur noch 21,8 Punkten, die Universität Osnabrück auf Platz 67 mit 19,82 Punkten und als Schlusslichter die Stiftung Universität Hildesheim auf Platz 74 und die Universität Rostock auf Platz 75.


Göttingen und Flensburg mit besten kleinen Gründerhochschulen


Bei den kleinen Hochschulen mit unter 5.000 Studenten punkten mit "guten" Werten im Norden die Private Hochschule Göttingen auf Platz 2 mit 55,63 Punkten, gefolgt von der Hochschule Flensburg auf Platz 6 mit 47.09 Punkten und die Universität Lübeck auf Platz 11 mit 43,94 Punkten.


Mit "durchschnittlicher" Gründerunterstützung schneiden die "Jacobs University" in Bremen auf Platz 16 mit 36,65 Punkten, die Hochschule Bremerhaven auf Platz 23 mit 34,98 Punkten, die FH Wedel auf Platz 33 mit 30,83 Punkten und die TU in Clausthal auf Platz 37 mit 25,43 Punkten.


Mit "verbesserungswürdigen" Leistungen bei den kleinen Hochschulen in Norddeutschland rangieren die FH Westküste auf Platz 43 mit 23,09 Punkten, die Hochschule Stralsund auf Platz 45 mit 22,61 Punkten, die Hochschule Neubrandenburg auf Platz 52 mit 12,52 Punkten und die Medizinische Hochschule in Hannover auf Platz 54 mit 9,67 Punkten.

Seit 2012 bewertet der "Stifterverband" im Gründungsradar das Klima für Existenzgründungen aus der Wissenschaft und veröffentlicht, welche Hochschulen die Gründung von Unternehmen besonders gut fördern. Im Ranking für das Gründerjahr 2020 standen die Themen Netzwerkarbeit, Internationalisierung und Vielfalt unter den Gründungsinteressierten und Persönlichkeiten im Fokus des Gründungsradars. 


Eine Übersicht zu den Gründungsrankings in den drei Kategorien gibt es auf den Seiten des Sifterverbandes.


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Donnerstag, 31. Dezember 2020

2021 ... Loading!

Grafik: iXimus, Pixabay

Wir wünschen unseren Freunden, Partnern und Lesern ein gutes Jahr 2021 - vor allem Gesundheit, starke Nerven, alles Glück der Welt für Familie und Freunde und viel Erfolg in Beruf und Geschäft. 

Die HANSEVALLEY-Redaktion ist ab Montag, den 4. Januar '21 wieder an Board - mit spannenden Neuigkeiten aus dem digitalen Norden, aktuellen Recherchen zu digitalen Mißständen und ganz viel Engagement.

Alles Liebe und Gute,

Ihre HANSEVALLEY-Redaktionsleitung

Thomas Keup und Gerd Kotoll 
Chefredakteur / Korrespondent Hamburg       

Mittwoch, 23. Dezember 2020

HANSEVALLEY 2020: Ein Jahr digitaler Norden.

HANSE DIGITAL REVIEW




Liebe Freunde und Partner,
liebe Leserinnen und Leser:

Ein Jahr digitaler Norden - das war für uns ein Jahr voller Wow-Effekte, voller leuchtender Augen, aber auch ein Jahr herber Enttäuschungen zu vermeintlichen Leuchttürmen. Ohne Umschweife auf den Punkt gebracht: Aus unserer Sicht läuft Niedersachsen mit zahlreichen Initiativen u. a. in den Metropolregionen Hannover und Nord-West in Sachen Digitalisierung und Transformation in Norddeutschland vorneweg. Hannover auf den Fersen ist nach der Rückschau aus über 1.800 Hanse Digital Nachrichten vor allem Schleswig-Holstein mit eigenen Akzenten zur Digitalisierung im Schulterschluss mit Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung - aber auch mit Stiftungen, Verbänden und Vereinen.

Unser Überraschungsland 2020 im Reigen der fünf norddeutschen Küstenländer ist Bremen mit Bremerhaven. Hat uns in Niedersachsen vor allem der "Digitalbonus" zur Förderung digitaler Technologien und Geschäftsmodelle in KMUs überzeugt und im echten Norden das "Accelerator"-Programm zum Kennenlernen der Digitalisierung in den Städten und Gemeinden zwischen Flensburg und Lauenburg, begeistern uns die Bremer mit einer überzeugenden Digitalisierung der Bildung - mit Tablets für alle Schüler und Lehrer, mit Personal für Technik und Weiterbildung. Obendrein geht man an der Weser im Rahmen der neuen Innovationsstrategie 2030 offen mit den eigenen Herausforderungen um.

Der digitale Norden: Niedersachsen und der echten Norden laufen vorne Weg.

Der digitale Norden: www.hansevalley.de

Wenn wir über Bremen sprechen, müssen wir auch über Hamburg reden: Vor einem Jahr waren wir an dem Punkt, das Hamburg Digital Magazin zu schließen - denn die Provinzialität und Selbstverliebtheit an Alster und Elbe mögen für touristische Sprüche - "Weil wir Hamburg sind" - ausreichen, ebenso wie für Schaufenster-Projekte zum Klimaschutz (z. B. Sperrstreifen auf dem Jungfernstieg). Die hanseatischen "Pfeffersäcke" sind im digitalen Vergleich der norddeutschen Großstädte jedoch bestenfalls "so mittel". Einzige Ausnahme ist die Intelligente Mobilität - dank eines visionären Wirtschaftssenators Frank Horch. Zwar gibt es in der Handels- und Logistikmetropole zahlreiche Initiativen. Die meisten Projekte schaffen es jedoch nicht über den Deich hinaus.

Auch wenn Mecklenburg-Vorpommern mit der Aufrüstung um 4G-Masten zur Schließung von über 230 "weißen Flecken" und der flächendeckenden Breitbanderschließung eine Menge zu tun hat, die Digitalisierung ist im Nord-Osten ebenso ein Thema: Mit bis zu 20.000,- € "Digital-Trans"-Förderung für KMUs seit 2018 und 6 "Digitalen Innovationsräumen" für Gründer, KMUs und Einwohner hat die Landesregierung eine Grundlage gelegt. Die Startup-Zentren an den Universitäten Rostock und Greifswald zeigen, dass pfiffige Ideen, visionäre Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Startups längst fernab von Berlin, München oder Hamburg in den Regionen entstehen. Trotz unterschiedlicher Koalitionen in den fünf Nordländern sehen wir unter dem Strich fast überall spannende, zukunftsweisende Ansätze auf dem Weg in die digitale Zukunft.

Der digitale Norden: Wer nicht jetzt auf KI setzt, hat schon verloren.

Das Hanse KI Magazin: www.hansemachine.de

Eines der Zukunftsthemen im digital-vernetzten Norden ist Künstliche Intelligenz. Unsere mehr als 53.000 Unique User der HANSENEWS konnten in diesem Jahr feststellen: Die beiden Leuchttürme für KI im Norden heißen Bremen mit umfassender Grundlagen- und Anwendungsforschung sowie Lübeck mit gezielter Anwendungsentwicklung und Umsetzung v. a. in der Medizin. Gespannt schauen wir nach Hamburg, ob es die Hanseaten an der Elbe schaffen, aus ihren Initiativen "AI.Hamburg" und "ARIC" ein echtes KI-Wirtschafts- und Wissenschaftsnetzwerk und einen echten Leuchtturm zu entwickeln. Aus unserer Sicht hat Hamburg eine Chance in der praktischen Anwendung von Artifical Intelligence in den verschiedenen Wirtschaftsbranchen - über Neue und Alte Stadt-/Wälle hinaus.

Mit dem Blick auf den ganzen Norden haben wir im vergangenen Jahr unseren Fokus auch um die Forschung und den Transfer an Universitäten und Hochschulen erweitert. Mit 3 der 10 führenden Köpfe für KI und 2 von 10 maßgeblichen Technologien laut "KI 50" der Gesellschaft für Informatik spielt die Universität Bremen in einer Liga mit Aachen, Berlin, München oder Tübingen. Der künftige "KI-Campus" der "Jacobs University" und 2 KI-Transfer-Zentren für Industriepartner und KMUs werden die Position der Wesermetropole weiter stärken. Auch beim Thema Ausgründungen glänzen die Bremer laut Startup-Monitor bundesweit auf Platz 4. Hier schauen wir außerdem nach Lübeck und Lüneburg, Greifswald und Rostock, wo Startup-Förderung keine Insider-Veranstaltung von zugereisten Möchtegern-Innovatoren ist, wie an der Elbe. 

Der digitale Norden: Ein herzliches Dankeschön an alle Mitstreiter!

Sie wissen es zuerst: www.hansenews.de

Die Hanse Digital Nachrichten haben sich seit März 2017 mit heute mehr als 123.000 Lesern und dem Fokus auf 4+ Jahre Hamburg und 1+ Jahr digitalem Norden zu einer führenden Informationsquelle zur Digitalisierung zwischen Schleswig und Harz entwickelt. Dafür danken wir allen voran unseren tausenden treuen Leserinnen und Lesern, ebenso wie den unzähligen Digitalexperten, Pressesprechern und PR-Agenturen. Danke für die offene und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Zulieferung von Fakten und Einordnungen, die die Hanse Digital Nachrichten erst möglich machen. Wir sind ein wenig stolz, durch Kontinuität und Beharrlichkeit jeden Morgen und jeden Mittag spannende Nachrichten liefern zu können.

Neben den Nachrichten spielten auch im Corona-Jahr 2020 unsere fast 40 aktuellen Fachbeiträge, exklusiven Reportagen, umfassenden Investigativ-Geschichten und meinungsstarken Statements eine entscheidende Rolle: Wir erinnern uns an die Millionen teuren Fischtreppen in Hamburg - und einer missratenen Informatik-Initiative "Ahoi digital". Wir schauen zurück auf die detaillierten Wahlprüfsteine für die Bürgerschaftsparteien in Hamburg - und die enttäuschenden Digitalkrümel auf 205 Seiten rot-grünem Koalitionsvertrag. Wir haben den 1. Lockdown in der Pandemie mit Lösungsvorschlägen für ein digitales Hamburg, einem heute aktuelleren HANSESERVICE denn je und offener Kritik an den wochenlangen Verzögerungen bei der "Corona-Soforthilfe" ganz vorn lösungsorientiert begleitet.

Der digitale Norden: Jede Menge "Weil wir Hamburg sind"

Nur die besten Startups: www.hansestartups.de

Wow, war das ein Aufstand am 4. März d. J. (siehe Handelsblatt-Beitrag), als sich die Hamburger Startupszene bei "PwC" ihrem Frust nach jahrelangen Enttäuschungen über die Startupförderung des Senats Luft machte. Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel gebrochenes Vertrauen Gehör verschafft. Der Kultursenator und seine Off-Szene brachten es zur Jahresmitte ihrerseits fertig, mit Anlauf Cancel Culture gegen die Kabarettistin Lisa Eckardt Raum zu geben - um anschließend schlingernd zurückzueiern. Nicht besser verhielten sich namhafte Corporates: So sahen wir uns im Sommer genötigt, die zweifelhafte Geschäftspolitik der "Otto Group" unter die Lupe zu nehmen - zu der sich zum Jahresende die "Metro" mit juristischer Keule hinzugesellte

Wir sind nicht weniger stolz auf das Hanse Digital Interview mit dem ehemaligen Hamburger Verfassungsgerichtspräsidenten Friedrich-Joachim Mehmel und seinen Blick auf Algorithmen in der Verwaltung, ebenso wie auf die Forderung nach einer Vision für die Entwicklung der Freien und Hansestadt von Familienunternehmer und Technologievorreiter Henning Fehrmann. Neben HANSEPERSONALITY machten auch 2020 unsere HANSEINVESTIGATION von sich reden: Zu den Highlights zählen die detaillierte Beleuchtung des Hamburger Startup-Fördersumpfes mit mehr als 50 Mio. € Kosten in den vergangenen 3 Jahren, mind. 60 Mitarbeitern auf öffentlichen Gehaltslisten - und einem nach fast 5 Jahren beerdigten "Innovations-Wachstums-Fonds", womit wir wieder bei der Startup-Kritik vom 4. März. '20 sind.  

Die Hanse Digital Interviews: www.hansepersonality.de

Der digitale Norden: Ein Dauerlauf - kein Aktionismus.

Auch im neuen Jahr konzentrieren wir uns auf die drei Schlüsselthemen 1. Digitalisierung durch Technologien, 2. Transformation von Prozessen und Geschäftsmodellen sowie 3. dem Kulturwandel in Arbeitsleben und Gesellschaft. Auch wenn Klimaschutz seit 2019 mit "Heulsuse" Greta Thunberg und Freitagsdemos zum Lieblingsthema vermeintlich nachhaltiger Politiker - z. B. Porsche fahrender Grüner - geworden ist; auch wenn Wasserstoff 2020 mit Absichtserklärungen, hochtrabenden Kampagnen und aktionistischen bunten Logos zum Hypethema stilisiert wurde - die Digitalisierung ist neben der Urbanisierung, der Mobilität und dem Klimaschutz eines der zentralen Metathemen weltweit - auf globaler und nationaler, regionaler und lokaler Ebene - in den kommenden Jahren und Jahrzehnten.

Unsere Entscheidung, die Digitalisierung im ganzen Norden zu beobachten, zu beleuchten und kritisch wie wohlwollend zu bewerten, ist eine Chance für alle Leserinnen und Leser in Bremen, Hamburg, Hannover, Kiel oder Schwerin, den Metropolregionen Hamburg, Hannover und Nord-West sowie den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandorten. Der zweite große Pivot vom Startup- zum Digitalisierungsmagazin und vom Hamburg Digital- zum Hanse Digital Magazin ist nach einem Jahr digitalem Norden ein richtiger Schritt für kritischen wie konstruktiven Journalismus geworden. Und so verschreiben wir uns auch im neuen Jahr ganz unserer Heimat zwischen Nord- und Ostsee, zwischen Schleswig und Harz. Unser neues Motto für 2021 lautet

hansevalley.de - derdigitalenorden.de

Der digitale Norden: 2 Meere, 5 Länder, 1 digitale Chance.

Besondere Chancen sehen wir für unsere norddeutsche Heimat vor allem in den Technologiefeldern Künstliche Intelligenz, Data Science und Cyber Security. Im Backend wird die Blockchain ihren Weg gehen, ebenso wie Sensoren, die wiederum das Datenthema treiben. Die exponentielle Zunahme von Daten, Auswertungsmöglichkeiten und daraus entstehenden Geschäftsmodellen macht es besonders kleinen und mittleren Betrieben zunehmend schwer, den Anschluss zu finden, wenn sie nicht die notwendigen Zeit-, Personal- und Kapitalressourcen an die Hand nehmen (können). Die alternativlose Notwendigkeit, in der Corona-Krise auf digitale Tools und Plattformen zu setzen, wird auch nach Impfung und Normalisierung die Wirtschaft im Norden und ganz Deutschland verändern. 

Wir freuen uns auf ein Jahr 2021, in dem die Digitalisierung und Zukunftsfähigkeit in Norddeutschland wieder in den Vordergrund rückt - mit allein 60,9 Mrd. € Steigerung des BIP in den 5 Küstenländern bis 2030 durch den Einsatz Künstlicher Intelligenz. Wir freuen uns auf ein Jahr, in dem Events wieder zum Treffpunkt für Experten, Interessenten und Medien werden. Und wir freuen uns vor allem auf ein Jahr 2021 mit Ihnen - unseren Freunden, Partnern und Lesern. Wir begleiten den digitalen Norden auch 2021 mit Informationen und Hintergründen sowie Rat und Tat. Das ist unabhängiger Journalismus fernab von Storytelling und gefühlten Wahrheiten. 

Fünf Länder, eine Chance, unter www.hansevalley.de

Wir wünschen Ihnen und Ihren Lieben ein paar ruhige, besinnliche und schöne Weihnachtstage. Lassen Sie sich nicht entmutigen und schauen Sie mit Zuversicht ins neue Jahr 2021 - geimpft und hoffentlich gestärkt. Wir werden gleich zu Jahresbeginn unsere Gedanken zum Wandel und zum Wahljahr 2021 veröffentlichen. Doch erst einmal wünschen wir Ihnen vor allen Dingen eines:

Bitte, bleiben Sie gesund!

Ihre HANSEVALLEY-Redaktionsleitung

Thomas Keup und Gerd Kotoll 
Chefredakteur / Korrespondent Hamburg       


P. S. Über die Feiertage empfehlen wir die topaktuelle, siebenteilige Videoreportage "Bild. Macht. Deutschland?" auf "Amazon Prime Video". Die sechsstündige Dokumentation über ein Jahr "Bild"-Redaktion während der Corona-Krise zeigt, wie Journalismus funktioniert - fernab feiger Haltungsdiskussionen und moralischer Fallen parteipolitischer Akteure. Wir nehmen uns ein Beispiel an Europas größter Medienmarke - nicht an sterbenden Lokalzeitungen mit austauschbarem Agenturmaterial.

DWDL: Interview mit Julian Reichelt ("Bild") und Alexandra Würzbach ("BamS"):
Julian Reichelt: "Wir machen keine Zeitung für die Stimme Twitters"

Kress: Stimmen von "Bildblog", "FAZ", "Süddeutscher", "Tagesspiegel" und "Zeit Online": 
"Umstrittene Bild-Doku: War Amazon zu nah an Julian Reichelt und Co. dran?"

Amazon.de: "Prime Video"-Übersicht und Kundenrezensionen:

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Hanse Digital Background: 

Hanse Digital Vision: HANSEVALLEY 2021 - Der digitale Norden kommt.
hansevalley.de/2020/12/hansedigital-vision-digitaler-norden-2021.html

HANSESERVICE: Die Corona-Krise als Katalysator für den E-Commerce-Wandel

HANSESTATEMENT: "Nach Kahrs und Corona: Hamburgs Vertreibung aus dem Paradies":
hansevalley.de/2020/05/hansestatement-hamburg-after-corona.html

HANSESPORTS: "Aus dem Home Office digital in ein bewegtes Leben":

HANSEVALLEY: "Die Welt wird eine andere sein - der Norden nach Corona":
hansevalley.de/2020/04/hansefuture-die-welt-wird-eine-andere.html

HANSEVALLEY: "Wie Hamburgs Wirtschaft aus der Panik zu digitalen Perspektiven kommt":

Donnerstag, 26. November 2020

HANSEBLOC - Smarte Services für eine smarte Logistik im digitalen Norden.

HANSE DIGITAL BLOCKCHAIN
- Ein Gastbeitrag von Jan C. Rode - 

Test des neuen HANSEBLOC-Systems Anfang September d. J.
Foto: Logistik-Initiative Hamburg


Alle reden über die Blockchain – doch produktive Lösungen sind kaum sichtbar. Das "HANSEBLOC"-Konsortium aus Bremen und Hamburg hat für kleine und mittlere Unternehmen der Logistikbranche eine echte Blockchain-Lösung entwickelt – und mit eigenem "Transaction Service" eine echte Neuheit für den praktischen Einsatz geschaffen, die Sicherheit in der Logistik schafft. 

Mit digitalen Frachtpapieren können Speditionen in Zukunft Ladungspapiere fälschungssicher in Echtzeit digital über eine gemeinsame Plattform weitergeben. Unter der Haube arbeitet die dezentrale Datenbank-Technologie und sorgt dafür, dass jeder genau das sieht, was für seinen Auftrag wichtig ist. Das beschleunigt auch die grenzübergreifende Abfertigung beim Zoll.

Heute stellt die Gruppe innovativer Unternehmen im Rahmen der "Do.Innovation"-Konferenz online die Ergebnisse aus fast drei Jahren Entwicklung und Zusammenarbeit rund um die Blockchain in Norddeutschland vor. Das Besondere: Über ein eigenes Sensornetzwerk werden auch Transportdaten z. B. von Kühltransporten digital erhoben und bereitgestellt.

Das Hanse Blockchain Magazin HANSEBLOCKCHAIN hat die wichtigsten Zahlen, Daten und Fakten vorab. Ein Gastbeitrag von Jan C. Rode:

Seit Sommer 2018 forschen zehn kleine und mittlere Unternehmen aus dem Netzwerk der Logistik-Initiative Hamburg im Rahmen des vom Bundesforschungsministerium geförderten "KMU-NetC"-Programms am Einsatz der Blockchain-Technologie im Mittelstand. Zu Beginn des Projektes ging es noch gar nicht um Technik, sondern um Kommunikation und Aufbau eines gegenseitigen Verständnisses zwischen vier IT-Unternehmen, vier Logistikdienstleistern und zwei Hochschulen. Im Zentrum von "HANSEBLOC" steht die fälschungssichere Dokumentation von Gefahrenübergängen.

Ambitioniertes Blockchain-Projekt in der Logistik.
Grafik: HANSEBLOC

Große Herausforderungen bei Blockchain-Projekten

Bevor die Vision erreicht werden konnte, mussten die Logistiker drei wesentliche Herausforderungen meistern: Erstens, die digitale Transformation der Logistik. „Die Teilnahme an HANSEBLOC ermöglicht es uns, unternehmensinterne Prozesse, die von IT-Unternehmen aus einer anderen Perspektive hinterfragt werden, zu überdenken und zu optimieren“, sagt Martin Araman, Geschäftsführer der Sovereign Speed GmbH stellvertretend für die Logistiker im Projekt . 

Zweitens mussten die Teilnehmer sich verstärkt mit dem Phänomen beschäftigen, dass Blockchain-Projekte mehr als nur technische Lösungen brauchen, sondern auch zwingend Business-Entscheidungen einfordern: Wer bestimmt, ob und wann neue Partner oder Kunden auf das "HANSEBLOC"-System kommen? Wie soll überhaupt Konsens hergestellt werden? Wer trägt die Kosten für den Betrieb der Infrastruktur? 

Dritte wesentliche Herausforderung in dem norddeutschen Projekt war das Zusammenspiel von der Wahrung der logistischen Geschäftsgeheimnisse sowie der Blockchain-immanenten Transparenz. Mit dem „Transport  Service“ für Smart Contracts (das sind selbstablaufende Programme auf der Blockchain, die Businesslogiken und vertragsähnliche Prozesse nachbilden können) hat "HANSEBLOC" eine eigene herausragende Antwort für die Logistikwirtschaft entwickelt.

Die technische Übersicht zum HANSEBLOC-Projekt.
Grafik: Logistik-Initiative Hamburg

Smarte Lösung aus und für den Mittelstand

Ein großes Problem bleibt die Qualität und Richtigkeit der Daten, die abgespeichert werden. Mit Daten, die durch eine Blockchain abgesichert werden, aber möglicherweise falsch sind, kann keiner etwas anfangen. Mit der „Sensorchain“ verfügt "HANSEBLOC" über eine eigene, verlässliche Datenquelle: „Wir haben die Möglichkeit, Sensoren in Palettenböden zu integrieren. Dort sind sie gut vor Manipulation geschützt und wir können heutige Europaletten einfach um diese „smarte“ Komponente erweitern. 

"Hier sind je nach Ware und Anwendungsfall zahlreiche Möglichkeiten denkbar“, erläutert Julian Kakarott von der HAW Hamburg das "Sensorchain"-Konzept. An der Fracht angebrachte Sensoren erzeugen selbst ein lokales DLT-Netzwerk (DLT für Distributed Ledger Technologie - ein übergeordneter Begriff für Blockchain) und tauschen sich untereinander über Bluetooth aus. Etwaige Abweichungen – wie etwa Erschütterungen oder Temperaturunterschreitungen – können via Sensorik in Echtzeit auf der Blockchain gespeichert werden.

Neben der "Sensorchain" verfügt "HANSEBLOC" über weitere Schnittstellen: Per Web-Frontend und App können Nutzer auf Benutzerverwaltung, Auftragserfassung sowie Dispositions- oder Abrechnungstools zugreifen – bei Bedarf können bei der Auftragsabwicklung zwischen Transportpartnern diese Parameter schon verschlüsselt auf der Blockchain abgelegt und gelesen werden.

Neben der internen Kommunikation gibt es weitere Schnittstellen zu Drittsystemen, um zum Beispiel als Spediteur meine eigenen Aufträge aus meinem Transport Management System (TMS) zur weiteren Verarbeitung in das HANSEBLOC-System zu übernehmen oder meinen Kunden über den Zustand der Ware während eines Transportes zu informieren“, erläutert Matthias Menz von der HEC GmbH aus Bremen die Systemarchitektur.

Mit 1,9 Mio. € vom Bundesforschungsministerium unterstützt:
Das "HANSEBLOC"-Projekt mit Partnern aus Bremen und Hamburg.
Logo: Logistik-Initiative Hamburg

Blockchain & Logistik: Was bringt die Zukunft?

Bevor das "HANSEBLOC"-Projekt 2020 zu seinem offiziellen Ende kommt, berichten alle Projektpartner im Rahmen der „Do.Innovation 2020“ über ihre Ergebnisse. Soviel steht schon fest: Die Aufgaben bleiben herausfordernd: In Zukunft werden die Kunden den Logistikdienstleister auswählen, der wertvolle Services aus einer Hand anbietet oder die beste Daten-Verbindung zu den eigenen Schnittstellen herstellen kann. Plattformen und Intermediäre geraten durch die Blockchain-Technologie aber ihrerseits unter Druck.

DLT-Plattformen wie "HANSEBLOC" erscheinen als Gebot der Stunde – denn hier werden die Vorzüge der Blockchain-Technologie - wie verteilter Datenbestand, gemeinsame Governance und Nachverfolgbarkeit - mit den speziellen Anforderungen der Logistikwirtschaft (Wahrung von Geschäftsgeheimnissen sowie Verfügbarkeit von Daten für die unmittelbar am nächsten Transportabschnitt Beteiligten) von und für die mittelständische Logistikwirtschaft vereint.

Das HANSEBLOC-Konsortium aus Bremen und Hamburg.
Foto: Logistik-Initiative Hamburg

Nun gilt es für "HANSEBLOC" weitere Partner aus der Logistik zu finden und diese von den Vorzügen der Blockchain sowie einer engeren Zusammenarbeit auch unter Wettbewerbern zu überzeugen. Darüber hinaus soll das Angebot für die Luft- und Schifffahrtsbranche geöffnet sowie weitere Drittanbieter – etwa aus den Bereichen Versicherung und Finanzierung – eingebunden werden.

Für KMU, die selten über eigene Ressourcen für Forschung und Entwicklung verfügen, sind Konsortien wie HANSEBLOC und Förderprogramme wie KMU-NetC ein hervorragendes Vehikel, um die Zukunft der eigenen Branche aus Mittelstands-Perspektive mitzugestalten“, fasst Carmen Schmidt, Geschäftsführerin der Logistik-Initiative Hamburg Management GmbH, die Chancen von "HANSEBLOC" für die digitale Zukunft norddeutscher Mittelständler zusammen.

*  *  *

Ein Gastbeitrag von Jan C. Rode, Projektmanager der Logistik-Initiative Hamburg. Die inhaltliche Verantwortung des Autorenbeitrags liegt beim Urheber.

 Hanse Digital Background: 

Das "HANSEBLOC"-Projekt wird im Zeitraum April 2018 bis Dezember 2020 durch das Bundeforschungsministerium im Rahmen des Bundesprogrammes "Förderung von strategischen KMU-Innovationsverbünden in Netzwerken und Clustern" ("KMU-NetC" ) mit 1,9 Mio. € unterstützt. Das Gesamtbudget des 2,5-jährigen Technologieprojekts beträgt rd. 3,1 Mio. €.
Das 'HANSEBLOC"-Projekt bei der Logistik-Initiative Hamburg:

01.10.2020: Prototyp auf Herz und Nieren getestet.

Das Hanse Blockchain Magazin
Das Hanse Blockchain Magazin:
www.hanseblockchain.de

Mittwoch, 22. Januar 2020

HANSEBUSINESS: Warum Niels Pirck für die Handelskammer Hamburg kandidiert.

HAMBURG DIGITAL AUTOREN


Aufbruchsstimmung am Adolpfplatz: Bis zum 18. Februar d. J. wählt die
Unternehmerschaft ihre neue Interessensvertretung.
Foto: HANSEVALLEY

Nach dem Abriss ist vor dem Aufbau: Die Handelskammer Hamburg wählt ein neues Plenum. Nach 3 Jahren "Kammerrebellen" stehen bis zum 18. Februar '20 insgesamt 138 Unternehmensvertreter für 58 Sitze im Kammerparlament zur Wahl. Drei Bündnisse stellen sich zur Abstimmung: die rebellenfreie "Starke Wirtschaft Hamburg" um Block-Gruppe, ECE, Freenet, G+J, Haspa, Helm oder Mont Blanc mit 52 Kandidaten, das Reformbündnis "Zukunftskammer Hamburg" mit 43 Kandidaten sowie das Rebellen-Nachfolgebündnis "Die Reformer" mit 29 Kandidaten.

Noch ist die Kammer nicht verloren: Zu den Kandidaten und Unterstützern der beiden aussichtsreichen Neu-/Bündnisse gehören namhafte Unternehmerpersönlichkeiten unserer Stadt, wie Schmidt-Theater-Gründer Norbert Aust, FC St.-Pauli-Legende Holger Stanislawski und Haspa-Vorstand Harald Vogelsang (alle "Starke Wirtschaft Hamburg") sowie Blockchance-Veranstalter Fabian Friedrich und Kammer-Vizepräses André Mücke (beide "Zukunftskammer Hamburg"). Ein guter Zeitpunkt, hinter die Wahlkampfkulissen zu schauen.

Nach unseren digitalen Wahlbausteinen im Januar 2017 geht es heute zunächst weniger um visionäre Konzepte für das digital-vernetzte Hamburg. Im Mittelpunkt des neuen Plenums stehen die Fragen: Wer bringt die Kammer finanziell wieder auf Kurs? Was sind die dringenden Themen für eine funktionierende Kammer? Und vor allem: Wie können verängstige Mitarbeiter wieder Mut fassen und Partner aus Politik, Wirtschaft, Medien und Gesellschaft der Handelskammer wieder trauen?'

Wir laden ausgewählte Kandidaten der aus unserer Sicht aussichtsreichen Wahlgruppen ein, Stellung zu beziehen. Dabei wollen wir die persönlichen Beweggründe erfahren - nicht abgelesene Verlautbarungen. Wir wünschen uns offene Worte, die Vertrauen schaffen für die künftige Kammer aller Hamburger Unternehmen. Unser erster Gastautor ist Niels Pirck von der Hamburger Sparkasse. Er tritt für das Bündnis "Starke Wirtschaft Hamburg" an - und setzt überraschende Akzente, die Hoffnung machen:


Niels Pirck: Unsere Handelskammer wieder aufbauen.


Hat sich die Innovationen für Hamburg und die Wirtschaft
auf die Fahnen geschrieben: Niels Pirck von der Haspa.
Foto: Haspa


In den vergangenen drei Jahren stand die Handelskammer Hamburg vor allem für Chaos, Streit und Rücktritte. Dafür haben die so genannten „Kammerrebellen“ gesorgt - ein Bündnis, das die Wahlen 2017 gewonnen und danach die Reputation der Kammer ruiniert hat. In den kommenden Jahren gilt es, Vertrauen zurückzugewinnen und wieder ein verlässlicher Partner für Unternehmen, Politik und die hauptamtlichen Mitarbeiter zu werden.

Mir als jungem Hamburger Unternehmensvertreter ist es wichtig, dass sich unsere Stadt auch in Zukunft positiv entwickelt. Ich will nicht nur meckern, sondern mitgestalten. Dazu bedarf es einer starken Handelskammer, die Impulse gibt, Veränderungen anstößt und von der Politik als verlässlicher und kritisch-konstruktiver Partner wahrgenommen wird. Ich will meiner Tochter später mal sagen können: 'Ich habe mit meinem Engagement in der Handelskammer dazu beitragen können, dass Du in einer lebenswerten und wirtschaftlich prosperierenden Stadt lebst.‘ Dafür engagiere ich mich ehrenamtlich.

Die Handelskammer muss wieder zum Taktgeber für die Stadt werden.

Wir müssen die Handelskammer wieder zum schlagkräftigen Anwalt für unseren Standort machen. Ich möchte die Handelskammer zu einem Trendscout entwickeln, der die besten Ideen und Ansätze aufspürt, analysiert und an die Hamburger Wirtschaft weitergibt. 
Bis zum 18. Februar haben alle Unternehmen die Chance, ihre Stimme für eine neue und zeitgemäße Handelskammer abzugeben. Denn Hamburg braucht eine moderne und starke Kammer, die die Interessen der Wirtschaft vertritt und der Politik Impulse gibt. Dafür setzt sich die Plattform Starke Wirtschaft Hamburg ein. 

Starke Wirtschaft ist eine Plattform unabhängiger Unternehmer, die gemeinsam zur Kammerwahl antreten. Mehr als 125 Unternehmen unterstützen unsere Initiative. Unsere Kandidaten wollen den Stillstand beenden und die Kammer wieder schlagkräftig machen. Starke Wirtschaft Hamburg will die Handelskammer wieder aufbauen und die Verschwendung von Mitgliedsbeiträgen beenden. Gleichzeitig setzt die Plattform Impulse für Themen wie Innovation, Digitalisierung und dem Zusammenwachsen der Metropolregion und Norddeutschland insgesamt.

Hamburg kann Innovationshauptstadt in Deutschland werden.

Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung müssen in Hamburg an einem Strang ziehen. Nur so kann Hamburg zur Innovationshauptstadt in Deutschland werden. Die Handelskammer kann zwar keine politischen Rahmenbedingungen setzen, aber Forderungen an die Politik formulieren und eigene Initiativen starten. Vom selbst gesteckten Ziel, Hamburg zur Innovationshauptstadt zu machen, ist die Stadt noch weit entfernt. 

Nach einer Studie der Wirtschaftsprüfer von Ernst & Young liegt Hamburg bei Finanzierungen von Start-Ups europaweit auf Platz 13 und in Deutschland auf dem dritten Rang. Europaweit führend ist London vor Paris und Berlin. In der deutschen Hauptstadt wurden im ersten Halbjahr zwei Milliarden Euro in 129 Deals investiert. In München waren es 171 Millionen Euro in 35 Deals und in Hamburg 81 Millionen Euro mit 25 Deals.

Um diese unbefriedigende Bilanz zu verbessern, macht Starke Wirtschaft Hamburg die Förderung von Innovationen zu einem ihrer Schwerpunktthemen der kommenden vier Jahre. Eine innovative Stadt lebt nicht nur von neuen Ideen und Netzwerken der Privatwirtschaft, sondern auch von der Kooperation der Akteure aus Wissenschaft, Wirtschaft und Verwaltung.

Hamburg muss Gründungsbürokratie abbauen.

Die Plattform hat einen Katalog von Vorschlägen vorgestellt, etwa die Förderung von Ausgründungen aus Hochschuleinrichtungen. Dazu soll eine Online-Plattform aufgebaut werden, auf der Hochschulen ihre Forschungsprojekte beschreiben und Unternehmen nach Partnern für ihre Fragen suchen können. Hamburg muss Gründungsbürokratie abbauen und Unternehmensgründungen digitalisieren sowie maximal vereinfachen, etwa durch schnellere Genehmigungen.

Voraussetzung hierfür ist der Ausbau des E-Government. Die konsequente Digitalisierung der Kontaktpunkte zwischen Behörden und Bevölkerung sowie Unternehmen kann Gründungen beschleunigen und vereinfachen. Weitere Maßnahmen sind der Aufbau eines China-Netzwerkes mit zahlreichen Formaten zum Wissensaustausch und Projektaufbau und die internationale Positionierung der Stadt.

Wir müssen mehr Innovationstouren und Delegationsreisen durch die Innovationslandschaft Hamburgs für internationale Unternehmen organisieren, etwa zu Hamburger Fokusthemen wie Logistik-Innovation, Clean Energy, Urban Tech, Health Tech oder Luftfahrt. Hamburg braucht ein Science-Center, das zu einer Bühne für technische Erkenntnisse und praktische Anwendungen von Innovationen wird. Ich will mich dafür einsetzen, dass wir in Hamburg einen innovativen Weg mit hanseatischen Werten verbinden.

Mehr norddeutsche Zusammenarbeit.

Eine wichtige Rolle spielt hierbei die Zusammenarbeit mit unseren norddeutschen Partnern. Sie ist in den vergangenen Jahren zwar in der Breite gewachsen, aber nicht in der Tiefe. Während etwa die Metropolregion Hamburg immer größer geworden ist, haben die Grenzen der Bundesländer und Landkreise ihre Bedeutung behalten. Viele Studien, unter anderem von der OECD, haben die Schwächen des Nordens im Vergleich zu Süddeutschland deutlich gemacht. Daraus müssen wir die richtigen Schlüsse ziehen.

Hamburg hat sich zum Ziel gesetzt, zu einer Innovationshauptstadt zu werden. Dazu könnte auch eine überregionale Innovationsagentur beitragen, die innovative Gründungen norddeutschlandweit begleitet. Dieses ambitionierte Ziel unterstützen wir ausdrücklich und werden mit unseren Ideen auch die Handelskammer auf diesen Weg bringen. Das kann nur gelingen, wenn alle Akteure nicht nur in der Stadt, sondern auch in der Metropolregion an einem Strang ziehen.

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Niels Pirck ist Direktor der Hamburger Sparkasse. Er kandidiert für das Plenum der Handelskammer. Die inhaltliche Verantwortung für den Gastbeitrag liegt beim Autor. 

 Hamburg Digital Background: 

Handelskammer Hamburg: Handelskammer-Wahl 2020:
hk24.de/servicemarken/ueber-uns/handelskammer-wahl-2020-4480782

Wahlbündnis "Starke Wirtschaft Hamburg - Wirtschaft neu gestalten":
starke-wirtschaft-hamburg.de/

Wahlbündnis "Zukunftskammer - für die Hamburger Wirtschaft von morgen":
zukunftskammer-hamburg.de/

Wahlbündnis "Die Kammer sind wir - Die Reformer":
diekammersindwir.com/unsere-ziele/