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Sonntag, 25. Februar 2018

HANSEVISION: Gut für die Haspa. Gut für Hamburg.

HAMBURG DIGITAL VISION

Am vergangenen Mittwoch lud die Hamburger Sparkasse zur Bilanzpressekonferenz in ihre frisch aufgemöbelte Zukunftsfiliale an die Osterstraße ein. Eine Woche zuvor hatte ich die Gelegenheit, die "Osterstraße 4.0" persönlich kennenzulernen und mir das Konzept der Nachbarschaftsfiliale in Eimsbüttel vorstellen zu lassen. Bei genauem Hinsehen kommt bei der Haspa jetzt zusammen, was zusammengehört, mit dem - hamburgisch bescheiden - persönlichsten Multikanalbanking aller Zeiten.

Vor einem Jahr gab Haspa-Chef Harald Vogelsang den größten, sichtbaren Teil der Veränderungen bei Deutschlands Sparkasse Nr. 1 auf Gut Witzhave bekannt, ließ eine Woche später mit der Integration von "Heute in Hamburg" in die Digitaltochter "Haspa Next" durchschimmern, wohin die Reise geht. 12 Monate später wird deutlich: hier baut sich ein 43 Mrd. € schwerer "Mega-Frachter" mit 130 "Filial-Containern", 5.000 Mann Besatzung und einer Handvoll "digitaler Schlepper" bei voller Fahrt gerade selbst um. Eine Hamburg Digital Vision:


AR-Brille statt Kaffeesatz: Immer wieder spannend.
Foto: Absolute Software
Voller Freude über eine exklusive Meldung verkündete das bekannt-dynamische Abendblatt am Donnerstag seinen treuen Abonnenten: 'Haspa-Berater verraten ihre Hobbies'. Was für die Kollegen eine Schlagzeile und der Aufmacher gleich in 2 Artikeln wert war, ist bei genauerem Hinsehen nur ein kleiner Baustein der größten deutschen Sparkasse auf dem Weg in die Zukunft: mit der Nachbarschaftsfiliale 4.0, dem digitalen Beraterfinder, der Nachbarschafts-App "Kiekmo", der jungen Freizeit-App "Aino", der Kundenbindungs-App "Joker" und der Digital-Tochter "Haspa Next" - schräg gegenüber der Abendblatt-Redaktion.

Nach einem spannenden Interview im Kontorhaus "Börsenburg", dem Live-Test der Kundenschließfächer an der Ottenser Landstraße, einem Hintergrundgespräch mit Haspa-Digitalchef Tobias Lücke, der Vor Ort-Recherche in der Nachbarschaftsfiliale an der Osterstraße und aktuellen Nachrichtenmeldungen zu "Aino", "Kiekmo" inkl. Lieferdienst sowie der "Filiale 4.0" beginne ich zu verstehen, warum Haspa-Chef Harald Vogelsang zufrieden lächelt, wenn er in dunkelblauen Chinos das versammelte Presse-Corps stolz durch seine neue Flaggschiff-Filiale führt. 

Die "Yomo"-App: Beerdigung 1. Klasse aus Hamburg

In 3 Jahren sieht die Haspa komplett anders aus, als heute: Dann werden auch Harald Vogelsangs Vorstandskollegen am Morgen der Bilanzpressekonferenz keine Tränen mehr in den Augen haben, zu ihren Anzügen keine Krawatte mehr tragen zu müssen. Schon heute geht man an der Osterstraße zum Lachen nicht mehr in den Keller, hat der Eimsbütteler Filialleiter Andreas Emme zusammen mit rd. 130 Leitungskollegen vor 1,5 Jahren mit Business Cashual den Schritt zum Banking auf Augenhöhe eingeleitet. Genau das setzt der Beraterfinder fort, wenn er Kunden die Chance gibt selbst zu entscheiden, mit wem man über sein Geld sprechen will. Begonnen hat das 2015 mit der Persönlichkeits-Offensive "Meine Bank heißt".

Und wo geht die "Next" Generation hin, um im Hamburger Wording von Acceleratoren, Corporate Startups und Medienkampagne zu bleiben? Mit FAZ, Handelsblatt und Manager Magazin bekam die Crème de la Crème des deutschen Qualitätsjournalismus in dieser Woche Schnappatmung bei der Meldung des "Finanz-Szene"-Blogs, die Haspa verschiebe den Launch des jungen "Yomo"-Kontos auf 2019 - auf die Zeit nach der Migration des Kernbanksystems. Der HANSETECHTEST von "Yomo" Anfang Dezember vergangenen Jahres zeigte bereits: Einen toten Gaul sollte man nicht um jeden Preis weiter reiten. Womit das Thema "Beerdigung 1. Klasse" für uns abgeschlossen ist.

"Aino" als Basis für das junge Haspa-Digitalmodell


Weiss, was er tut: Haspa-Chef Vogelsang.
Foto: HANSEVALLEY
Auch bei jungen Kunden ist die Haspa weiter, als es das Stochern der publizistischen Edelfedern im Heuhaufen vermuten lässt. Mit "Joker intro" und "Joker unicus" hat die Bank junge Konten, die zwar Geld kosten, mit gratis Handy-Versicherung, Rabatten auf Handyverträge und -reparaturen, Kino- und Konzerttickets, Café- und Restaurantbesuche sowie auf Stadträder sowie mit einer internationalen Studentenrabattkarte aber vieles haben, was man brauchen kann. Sollte die "S-Banking"-App aus der "Yomo"-Schmiede Starfinanz 2019 nicht mehr das Goldene vom Ei sein, könnten die Hamburger mit der Frankfurter Sparkasse kooperieren und die "1822 mobile"-App übernehmen. Nur so eine Idee.

Mit der Freizeit-Anwendung "Aino" baut die Haspa zudem ein mächtiges Tool für die Ansprache und Bindung junger Nutzer zwischen 18 und 30 Jahren auf. Mit 220.000 Facebook-Fans der "Heute in Hamburg"-Community, 150.000 Downloads und 50.000 aktiven Nutzern im Monat hat "Aino" in den vergangenen 9 Monaten eine starke Basis für ein neues Digitalgeschäft aufgebaut. Laut Haspa-Chef Harald Vogelsang soll der Service mit aktuell 40 Rabatt- und Serviceangeboten schon bald - hamburgisch bescheiden - kostendeckend arbeiten. Verknüpft man die jungen Mehrwert-Konten mit der jungen Freitzeit-App würde ein "Next Joker" entstehen ... können.

Junge Kunden bei "Next Haspa" + "Next Joker"

Der Blick auf die Seite der Innovationstochter und Digitalgarage "Haspa Next" zeigt, worauf man sich konzentriert: junge Zielgruppen, redaktionelle Inhalte, neue Geschäftsmodelle, attraktive Vermarktung, höchste Usibility und mobile Services auf Android und iOS. Alles, was "Yomo" leider nie hatte. Da "Haspa Next"- und Digital-Chef Tobias Lücke direkt an Harald Vogelsang berichtet - und dieser auch gern mal persönlich vorbeischaut -, ist die Gefahr gering, dass Bedenkenträger aus den Untiefen der 190 Jahre alten Sparkasse zu sehr dabei stören, den "Mega-Frachter" mit seinen digitalen Schleppern neu auszurichten.

Stellt sich die Frage, wie eine "Next Haspa" mit "Next Joker" aussehen könnte. Ich skizziere die neue Welt unter folgenden Premissen: 1. Die quietschbunte "Yomo"-Fast-schon-so-gut-wie-Banking-App ruht im Sparkassen Innovations-Hub in Hammerbrook in Frieden. 2. Die Berliner Startupbank "N26" kann die Haspa mit gut 1,4 Mio. Privatkunden in Hamburg und der Region leider nicht vom Sockel schubsen. 3. Hamburg kauft auch weiterhin in Hamburg, wie wir es gelernt haben. 4. Lebensmittel und Weinflaschen lassen trotz intensivster Bemühungen von "Haspa Next" leider noch nicht beamen. Aber Spaß beiseite.

Wertschöpfung 4.0: Finden, Kaufen & Bezahlen

Denkt im Traum nicht daran, N26 Kunden zu schenken.
Foto: HANSENVALLEY
Als "Next Haspa"-Kunde mit "Next Joker" bekomme ich über die Hamburger Community-App "Aino" einen "fetten Deal". Als Berliner "N26"-Kunde könnte ich über den Affiliate-Link beim Haspa-Geschäftspartner ein paar Prozente absahnen. Als "Next Haspa"-User wird das ganze richtig interessant: Über "Aino" bekomme ich einen "Next Joker" als Gutschein-Code oder buche das Ganze gleich in der App - inkl. Abbuchung vom Konto. Denn Zahlungsverkehr kann man ja am Adolphsplatz - ob mit "Paydirekt" oder einem beliebterereren Service .... Den Rest macht Versandpartner Hermes bis zur Haustür oder - weil günstiger - der lokale Händler direkt ins "Kiekmo"-Schließfach.

Schon freut sich ein glücklicher Haspa-Geschäftskunde einem glücklichen Haspa-Privatkunden per "Next Joker" Produkte zum Glücklichsein verkauft zu haben, promotet über die Marketing-Plattform "Aino", provisioniert über das junge Mehrwert-Programm "Next Joker", abgebucht über das pfiffige "Next Haspa"-Konto und abgerechnet über den Zahlungsverkehr der Hamburger Sparkasse. Das ist dann eine neue Wertschöpfungskette, mit Geschäfts- und Privatkunden als Plattformpartner, der Hamburger Sparkasse als vertrauensvollem Vermittler und einem lukrativen Geschäftsmodell - von Affiliate-Marketing bis zum Schließfach-Service. Gut für Hamburg - und die Haspa.

Next: Promotion, Provisionen, Plattformpartner

Angenommen, die Haspa baut ihre Marktposition mit "allem außer Banking" so aus, dann entstunde eine lokale Vermittlungs- und Vermarktungsplattform. Wie wahrscheinlich ist das? Nun: Jeder in Hamburg kennt die Haspa, die Meisten nutzen sie privat oder geschäftlich, sie ist auch 2018 mit knapp 130 Filialen weiterhin fast überall. Die Schließfächer werden nach Testlauf in den westlichen Bezirken jetzt in den östlichen Bezirken und an zentralen Punkten aufgestellt. Erste Haspa-Geschäftspartner testen bereits den Multikanal-Vertrieb von Gutscheinen bis Schließfachservice. Ok, und die Haspa-Strategie?

Die klassische Digitalstrategie nicht nur Hamburger Unternehmen umfasst im Kern drei Schritte: 1. Digitalisierung der Geschäftsprozesse: Mit "OSPlus" modernisiert die Haspa ihr Kernbanksystem und macht sich in den kommenden 1,5 Jahren zukunftsfähig. 2. Digitalisierung der Kundenbeziehung: Mit "Joker"-App, "Kiekmo"-App und junger "Aino"-App ist dieser Schritt aktuell in der Umsetzung. Kommen wir zu 3. Digitalisierung des Geschäfsmodells: Da Banking bereits digital ist, macht es Sinn, über alles nachzudenken, was rund um die Bank stattfindet. Und damit sind wir bei Promotion, Provisionen und Plattformpartner. Passt.

*  *  *

 Hamburg Digital Background: 

HANSEBANKING: Osterstraße 4.0 - eine Bank für Menschen, und ihr Geld.
http://hh.hansevalley.de/2018/02/hansebanking-haspa-filiale40.html

HANSECITYLIFE: Haspa-Schließfächer für reisende Journalisten: Kiekmo - dat geiht!
http://hh.hansevalley.de/2018/01/hansecitylife-kiekmo-schliefacher.html

HANSETECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: die YOMO-App.
http://hh.hansevalley.de/2017/12/hansetechtest-yomo-haspa.html

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann.
http://hh.hansevalley.de/2017/06/hansefuture-aino-app.html

HANSEPERSONALITY Dr. Harald Vogelsang: 
Digitale Agenda, Investitionen und Bildungsoffensive für Hamburg 4.0
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hanspersonality-dr-harald-vogelsang.html

HANSESTARTUPS: "Next" Chance für "Heute in Hamburg".
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html

Mittwoch, 3. Januar 2018

HANSECITYLIFE: Haspa-Schließfächer für reisende Journalisten: Kiekmo - dat geiht!

Wer verprasst in Hamburg Steuergelder?
Montag, 8. Januar '18, 10.00 Uhr
www.hanseinvestigation.de

HAMBURG DIGITAL REPORT

Freitag, 29. Dezember '17, der letzte reguläre Arbeitstag des Jahres an Alster und Elbe. Ich fliege mit dem ICE 806 aus Berlin-Südkreuz ein. Es ist ein voll gepackter Tag: Um 12.00 Uhr berichte ich von der Jahresabschlussveranstaltung der Versammlung Eines Ehrbaren Kaufmanns, anschließend letzte Geschenke einkaufen im Nivea-Haus am Jungfernstieg, auf Mönckeberg- und Spittaler Straße. Schließlich am Abend ein Zug um die Häuser auf dem Kiez.

Wie managt man drei verschiedene Anlässe mit Anzug, Jeans und Party-Outfit - jedoch ohne die Chance, zwischendurch nach Hause zu kommen? Wie erspart man sich, eine schwere Reisetasche von der Altstadt in die Neustadt und von St. Pauli bis nach Altona zu schleppen. Die Antwort für den reisenden Journalisten und Haspa-Kunden lautet "Kiekmo". Ein Hanburg Digital Report aus der Ottenser Hauptstraße:

Hamburg-Altona, 10.45 Uhr, es ist kalt und und es herrscht "feuchte Luft". Ich laufe mit meinem Gepäck durch den hässlichsten Bahnhof in Richtung Ottensen. Auf der Fußgängerzone wenig hektische Hamburger auf dem Weg in die Geschäfte. Die einen decken sich im Mercado-Center mit Silvester-Leckereien ein, die anderen sind mit Weihnachtsgutscheinen auf Schnäppchenjagd. Am anderen Ende wartet eine rote Parkbank im Schaufenster des 1. Stocks auf mich. Nein, es ist kein Möbelladen ...

Kostenlose Schließfächer in ausgewählten Haspa-Filialen.
Foto: Haspa

"Meine Bank" steht in weißen Lettern weit über die Kreuzung im Stadtteil Ottensen sichtbar. Als Hamburger Journalist, Technologie-Nutzer, erwachsenes Spielkind und Haspa-Neukunde interessieren mich an diesem Vormittag aber weniger Geldautomaten und Auszugsdrucker in der 2-stöckigen Sparkassen-Filiale. Mein Adlerauge sucht nach einer rot-grün-weißen Säule mit hell flackerndem Display und einer frechen Möwe im Logo. Die bunte Stahlsäule im Vorraum hört auf den Namen "Kiekmo" und funktioniert mit einer App auf meinem Handy.

"Kiekmo"-Livetest: Praxistest ohne zweite Chance und doppelten Boden.


Passt perfekt auch für Reisetaschen.
Foto: HANSEVALLEY
Auf dem Weg in die Filiale hatte ich die Stadtteil-App für Altona und Eimsbüttel per E-Mail aktiviert. Noch ist "Kiekmo" ein Versuchsballon. In der App gibt es aktuelle Lokalnachrichten für die Stadtteile, redaktionell betreut von den Eimsbütteler Nachrichten und freien Journalisten. Mein spezielles Interesse gilt an diesem Morgen dem Button "Schließfach", denn die Haspa bietet über die Service-App auf Android- und iPhones in 10 ausgewählten Stadtteil-Filialen die kostenlose Nutzung von Schließfächern an. Womit der reisende Journalist sein Ziel erreicht hat.

Ruck-zuck ist meine große blaue Reisetasche verstaut, mit einem Mausklick das 55 cm tiefe, 35 cm
breite und 45 cm hohe Schließfach reserviert. Das kann man schon vorab erledigen. 11 Fächer hat jede Säule in den 10 Haspa-Filialen. Laut App sind die Fächer meist verfügbar, denn den Service gibt es erst seit Juli '17. Oben und unten warten in der Säule die großen Locker für Reisetaschen, Trolleys und die Familieneinkäufe, vergleichbar den Schließfächern auf Hauptbahnhof und am Bus-Port. Dazwischen auf Augenhöhe 5 schmale Schließfächer mit einer Höhe von 25 cm - für die kleine Ablage von Büdel oder Schlüsseln.

 "Kiekmo"-Strategie: Mit frischen Ideen neue Kunden in neue Filialen.

Die Haspa will Kunden wieder in die Filialen locken und bietet dafür einen Service rund um die Uhr - und nicht nur zu regulären Öffnungszeiten zwischen 9.30 und 18.30 Uhr. Die Fächer können jederzeit reserviert und genutzt werden - und das für volle 24 Stunden, also auch abends, nachts und am Wochenende. So kann man seine Sportklamotten nach dem Training im Studio einfach in der Bank seines Vertrauens deponieren und anschließend mit den Freunden feiern gehen. Oder die Wochenend-Einkäufe sicher einschließen und den Abend mit seiner besten Freundin genießen.

Für den Service hat die Haspa die nachts verschlossenen Vorräume in den ausgewählten Filialen per Bankkarte wieder zugänglich gemacht. Dabei muss man für die Nutzung nicht einmal Haspa-Kunde sein, auch wenn ich seit meinem erschütternden "Yomo-Experiment" zum Kundenkreis gehöre. Die Türen öffnen sich mit jeder Girokarte und die Vorräume sind videoüberwacht. So ist sichergestellt, dass weder mit Schließfächern noch den anvertrauten Wertsachen etwas passiert. Für den Fall der Fälle sind die eingeschlossenen Wertsachen sogar bis zu 250,- € versichert. Sollte etwas mit den Automaten nicht klappen, haben die Mitarbeiter*innen in den Filialen den direkten Draht zum "Kiekmo"-Team und kümmern sich um eine Lösung.

"Kiekmo-App-Bedienung: Mit einem Klick ist es sofort erledigt.


Überraschend einfach zu bedienen.
Screenshot: HANSEVALLEY
Überrascht war ich von der einfachen Nutzung der von "Sinner Schrader Swipe" (vormals "Sinner Schrader Mobile") aus Hamburg und Berlin mitentwickelten App. Mit einem Touch reserviere ich das Schließfach. Genauso kann ich mit einem Klick das Fach öffnen, um etwas herauszuholen oder reinzulegen. Und schließlich hört das "Sesam-Öffne-Dich" mit einem Finger auf mich, wenn ich meine sieben Sachen entgültig abholen will, denn mein Fach ist online-vernetzt mit meiner App gekoppelt. Das Öffnen und Schließen klappt übrigens genau smart, wenn ich für jemand anderen etwas deponieren will.

Ob vergessener Kalender einer Haspa-Kundin in der Filiale Ottenser Hauptstraße, ob das Schlüsselbund für die Airbnb-Wochenendgäste - mit dem vierstelligen Zahlencode zu meiner Miete kann ich Kunden, Partnern, Freunden oder Familie den Zugang zum Fach ermöglichen. So wird die Übergabe von Büdel und Schlüsseln zum Kinderspiel und zeitlich im besten Sinne hanseatisch entspannt. In diesem Jahr werden Filialen in weiteren Stadtteilen mit dem cleveren Service ausgestattet, auch wenn der Pressesprecher patout nicht verraten wollte, wo es bald soweit sein wird.

"Kiekmo"-Schließfächer: Für das, was Haspa-Kunden wichtig ist.


Locksafe-Schließfächer in Mekkah.
Foto: LockTec
Die Schließfächer kommen übrigens vom deutschen Hersteller LockTec aus dem bayerischen Weißenbrunn. Der ist mit seinem "Service-Box"-Programm für die Packstationen von DHL zuständig und hat mit den "Kiekmo"-Säulen schwere Stahlschränke mit dicken Bolzen in den Haspa-Filialen auf Basis seiner "Locksafe"-Anlagen aufgestellt und vernetzt. Vergleichbare Schränke stehen übrigens auch an Bahnhöfen in Deutschland und Österreich, im oberösterreichischen Salzbergwerk sowie in den saudi-arabischen Pilgerstätten Mekkah und Medina.

Noch nutzen die meisten Hamburger die "Kiekmo"-App vor allem als lokale Nachrichtenquelle. Immerhin 45.000 Downloads zählt die z. Zt. nur für Eimsbüttel, Altona und Ottensen sinnvoll nutzbare Mobile-App unter Android und iOS. Hinter der Idee steht die Digital-Tochter der Hamburger Sparkasse. "Haspa Next" kümmert sich mit dem integrierten "Heute in Hamburg"-Team also nicht nur um den jungen Chatbot-Service "Aino", sondern auch um die wahrscheinlich pfiffigsten Schließfächer der Stadt. Die mit der frechen Möwe - für reisende Journalisten wie mich.

 Hamburg Digital Background: 

"Kiekmo" Stadtteil-Service
https://kiekmo.hamburg/

"Kiekmo" Schließfach-App
https://kiekmo.hamburg/app 

"Aino" Chatbot-Service
https://getaino.de/

"Heute in Hamburg"-Service
http://heuteinhamburg.de/

Haspa Next GmbH Hamburg
http://haspa-next.de/

 Hamburg Digital Reports: 

HANSTECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: Die Yomo-App:
http://hh.hansevalley.de/2017/12/hansetechtest-yomo-haspa.html

HANSEFUTURE: AINO - ein "WeChat"-Bot, der Hamburg kann:
http://hh.hansevalley.de/2017/06/hansefuture-aino-app.html

HANSEPERSONALITY Dr. Harald Vogelsang:
Digitale Agenda, Investitionen und Bildungsoffensive für Hamburg 4.0: http://hh.hansevalley.de/2017/03/hanspersonality-dr-harald-vogelsang.html

HANSESTARTUPS: "Next" Chance für "Heute in Hamburg":
http://hh.hansevalley.de/2017/03/hansestartups-haspa-heuteinhamburg.html 

Sonntag, 10. Dezember 2017

HANSETECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: Die Yomo-App.

HAMBURG DIGITAL TECHTEST

Eine junge Bankerin joggt durch Frankfurt und fragt sich: 'Braucht Deutschland noch eine Bank, die einfach so weitermacht?`Eine andere Bankerin balanciert über den Dächern der Stadt und kommt zu dem Schluss: 'Neue Zeit braucht neues Banking'. Und Deutschlands größter Bankenverbund wirbt damit, "Banking ist einfach".


Angriff der Sparkassen auf die Portmonais von Generation "Y" + "Z":
Hamburger "Yomo"-App versucht sich als buntes Lifestyle-Produkt.
Foto: Yomo
In der Null-Zins-Falle, mit tausenden teurer Mitarbeiter und schrumpfenden Filialnetzen müssen Deutschlands Banken die nächste Generation Kunden abholen. Die Sparkassen gehen mit "Yomo" einen eigenen Weg. Hinter dem Projekt stehen eine Hamburger Softwareschmiede, ein Hamburger Innovation Hub und auch das Konto einer Hamburger Großbank. Unser HANSETECHTEST: Der Sparkasse neue Kleider: die "Yomo"-App.

Banking im Jahr 2017 mit PIN und TAN - das ist in etwa so sexy wie die Steuererklärung. Aktuelle Banking-Apps - kommen so smart rüber, wie ein Leitz-Ordner - oder die VR-Banking-App. Und die 400 deutschen Sparkassen gelten als so cool, wie der Sparstrumpf unserer Großeltern. Keine guten Voraussetzungen, um die Next Generation "Y" + "Z" als Kunden an Land zu ziehen. Da reichen Banker ohne Krawatte, neue Nachbarschaftsfilialen und ein cleveres Kundenbindungsprogramm nicht mehr aus, wie von der "Haspa" umgesetzt.


Fast-schon-so-gut-wie-Banker: Wiener "Number 26"-Gründer Theyenthal (li.)
und Stalf (re.) machen immer mal wieder negativ von sich reden.
Foto: N 26
Anfang 2015 machten zwei Wiener Eliteabsolventen von sich reden. Der Traum vom "Neuen Banking" endete im rauen Alltag unausgereifter Services, raubeiniger Methoden und einem Shitstorm nach dem anderen. Hätte man wissen können, wenn Ex-Berater ein Startup aus dem Boden stampfen ... Nach gescheiterter Kinderkreditkarte und gekündigten Kunden war klar: Die "N 26"-Gründer sind eher frühphasige "Zauberlehrlinge". Deren Risk Management wird vom Ex-HSH-Risk Officer geleitet ... was auch immer das heißt. Berlins Tech-Elite ist nach schmerzlichen Erfahrungen weitergezogen, zu Comdirekt, DKB & ING. Nun wollen die "Zauberkünstler" sie mit Gratis-Zugang zu "WeWork"-Coworking-Spaces zurückgewinnen - inkl. altem Trick künstlicher Verknappung.

Die "Yomo-App" und ein Extralöckchen der Haspa.

In Hamburg macht sich ein 10-köpfiges Team auf den Weg, Banking offensichtlich neu zu denken, wie es die Konkurrenz aus Frankfurt in ihren Videos (s. o.) großspurig verspricht. Herzstück ist die Softwareschmiede der deutschen Sparkassen "StarFinanz" am Grüner Deich. Um coole Ideen für einen neuen, einfachen Zahlungsverkehr zu gewinnen, hat die IT-Tochter zusammen mit "Innovations-Sparkassen" (klingt irgendwie komisch ...) an der Wendenstraße einen Hub eröffnet. Mit an Board sind die Dickschiffe des Finanzverbundes aus Berlin, Köln, München und natürlich auch aus Hamburg. Können es die Sparkässler aus Hammerbrook besser, als die Wiener Möchtegern-Banker an der Spree?

"Yomo"-Startpaket: 'Achtung, Sie sind jetzt un-/freiwilliger Beta-Tester!'
(Hinweis: Ungültige Girocard mit alten Kontodaten)
Foto: HANSEVALLEY
Nach diversen Ankündigungen wurde Anfang Juli d. J. die immer wieder verschobene "Yomo"-App medienwirksam für den halboffenen Beta-Test freigegeben. Wer als stolzer Hamburger glaubte, jetzt das neue, mobile Banking mit der "Haspa" erleben zu können, wurde erstmal enttäuscht. Während alle anderen deutschen Sparkassen mit der zentralen Softwareplattform "One System Plus" des Frankfurter Sparkassen-Dienstleisters "Finanz Informatik" arbeiten, ticken die Uhren am Adolphsplatz nach wie vor etwas anders. Das "gallische Bankendorf" fährt noch bis 2019 seine IT größtenteils auf Basis von SAP.

Der Praxis-Test: Keine Vorurteile, kein Schongang.

Was für 1 Mio. Kunden, rd. 5.000 Mitarbeiter und 150 Filialen in den vergangenen 10 Jahren gut war, wird für Deutschlands größte Sparkasse auf dem Weg in die digitale Zukunft vor allem eines: teuer. Mehr als 200 Mio. Euro hat die "Haspa" für Ihre neue IT, digitale Services á la "Aino" und die neuen Nachbarschaftsfilialen zur Seite gelegt. Die IT-Abteilung musste die bunte "Yomo"-Welt denn auch gleich einmal komplett für die eigene Bankensoftware umbauen. Und damit verzögerte sich der Start von "Yomo" in der Alster um viele Wochen. Was lange währt, wird endlich gut - denkt man. Nachdem wir einen ersten "Yomo"-Test mit der Berliner Sparkasse gestartet haben, schlägt die Stunde der Wahrheit:

Künstliche Verknappung als Prinzip:
Damit machte sich schon "N 26" lächerlich.
Screenshot: HANSEVALLEY
  • Schaffen es Haspa & Co., mit einer coolen Banking-App die Generationen "Y" + "Z" abzuholen?
  • Kann eine "Yomo"-App die Berliner Hipster-Bank "N 26" auf die Plätze verweisen?
  • Wo geht die Reise beim neuen Banking des Sparkassenverbundes hin?
  • Lohnt es sich überhaupt, ein "Yomo"-Konto  heute aufzumachen?
Unser Ergebnis in "Quick & Dirty":
  • In "Yomo" steckt jede Menge neues Denken, wie Banking in Zukunft aussehen kann.
  • Zur Zeit ist der Service mit Girocard, Überweisungen und "Kwitt" jedoch kaum praktisch brauchbar.
  • App und Video-Authentifizierung haben schwerwiegende und fortlaufende Fehler.

Zugleich muss man das "Yomo"-Tech-Team in Schutz nehmen. Mit einem "Sack voller Flöhe" aus mehr als 400 regionalen Sparkassen, Dachverbänden und Marketinggesellschaften ist die Softwareschmiede "StarFinanz" nicht zu beneiden. Allein bei 10 beteiligten Innovations-Sparkassen gibt es mindestens 12 verschiedene Meinungen. Doch die Sparkassen-Politik ist keine Entschuldigung für fehlerhafte Software, unlogische Bedienerführung und ärgerliche Situationen. Aber fangen wir von vorn an:

Video-Identifikation: Das große "Yomo"-Dilemma. 

Kein Einzelfall sondern die traurige Regel:
Fehlermeldung bei der Video-Identifikation.
Screenshot: HANSEVALLEY
Bei drei Durchläufen (1. Neu-Identifikation Berliner Sparkasse, 2. Re-Identifikation nach Smartphone-Wechsel und 3. Neu-Identifikation Hamburger Sparkasse) ist die Video-Identifikation in keinem Fall ohne Probleme durchgelaufen: Nach schneller und einfacher Eingabe von persönlichen Daten gibt es ein Videotelefonat mit dem eigenen Dienstleister "S-Direkt". Die mehrfach aufgetretenen Fehler im Video-Ident-Prozess:
  • Es gab keine Verbindung und man wartet nach sinnlosem 90-Sekunden-Countdown umsonst.
  • Die Verbindung war instabil, man konnte den Supporter nicht hören oder er konnte nichts verstehen.
  • Die App friert sich während des Video-Ident-Prozesses ein und man fängt ärgerlich wieder bei Null an.

Video-Ident für Haspa-Konto erst im 4. Anlauf!

Fehlerhafte App-Software, zu wenige Video-Supporter beim eigenen Dienstleister und der kundenunfreundliche Video-ID-Prozess sind die absolute Sollbruchstelle von "Yomo" - und das, bevor ein Kunde überhaupt Kunde ist. Im Moment verlieren die Sparkassen an dieser Stelle jeden Wettbewerb aus mangelnder Qualitätskontrolle und nicht ausreichenden Video-Supportern. Wenn die Sparkassen diese Umstände nicht aus dem Weg schaffen, wird "Yomo" ein Millionen Euro teures Grab. Denn das macht kein Kunde zweimal mit - ob jung oder älter.

Keine Usebility, keine Funktionen, kein Nutzwert.

Das Versprechen: "Dein Smartphone-Konto".
Davon gehalten: so gut wie nichts.
Screenshot: HANSEVALLEY
Wer sich durch den - im Vergleich zu Post-Ident - komplizierten und nervenraubenden Video-ID-Prozess gekämpft hat, wer den gesamten Aufwand mit Fotos, Videos, Fragen und Bestätigung nicht abgebrochen hat oder zwangsweise mehrmals durchlaufen musste, freut sich auf ein neues Banking - mit fast nichts drin. Das "Yomo"-Team entschuldigt dies mit dem dauerhaften "Beta-Status". Ob das junge Kunden als Versuchskaninchen happy macht, ist mehr als fraglich.

Trotz monatelanger Verzögerungen und einem "Symbioticon"-Hackathon mit zahlreichen Dienstleistern - darunter unfreundlichen Vertretern der "Yes"-API, bietet die App so gut wie nichts an: Im Kern gibt es die Möglichkeit, Überweisungen zu empfangen und zu tätigen, Geld mit der Girocard an Sparkassen-Automaten zu ziehen und Freunden mit Sparkassen-Konto über "Kwitt" Geld zu schicken. Ende des Programms: keine Daueraufträge, keine Auswertungen. Einfach ... nichts. Nur zu Erinnerung, was Banking-Fintechs in ihren Produkten bereits integriert haben (ohne Werbung dafür zu machen):

Leistung für "Otto Normal":
  • Kontoeröffnung via Mobile App und PC (anbieterabhängig)
  • Kostenlose Kontoführung inkl. aller Zahlungsein- und ausgänge
  • Kontonutzung über Online-Portal per Notebook und Desktop-PC
  • Kostenlose Bargeldabhebung an Fremdautomaten (eingeschränkt)
  • Kostenlose Bargeldversorgung im Einzelhandel (eingeschränkt)
  • Kostenlose Geldanweisung per SMS oder E-Mail (z. B. an Freunde)
  • Kostenloser Dispo-Sofortkredit auf Anforderung (Dispo-Freigrenze)
  • Sofortige Einrichtung eines Dispo-Kredits (Schufa-abhängig)
  • Kostenlose Kreditkarte inkl. Rückvergütungen (Auszahlung)
Leistungen für "Digitale Nomaden":
  • Kostenlose Kreditkartennutzung in aller Welt (außerhalb Euro-Zone)
  • Kostenlose Bargeldabhebung in Fremdwährungen (eingeschränkt)
  • Integrierter Geldtransfer in alle Welt (via Dienstleister)
  • Kostenlose Reisekrankenversicherung (via Dienstleister)
  • Kostenloser Zugang zu Coworking-Spaces (Produkt-abhängig)

Design einfach nur geklaut:
Die original "Revolut"-Master Card
Und das "schicke", unique Design von "Yomo"? Ist nur abgekupfert. Mit dem Marktauftritt der britischen Startup-Bank "Revolut" platzt das Geheimnis, wo ein etwas selbstherrlich wirkender "Chefdesigner" abgemalt hat. Damit hat "Yomo" praktisch nichts Eigenes: Keine eigene Identität, keine besonderen Services (z. B. im Vergleich zu "N26 Metal"), nicht einmal ein funktionierendes Bankprodukt mit allen Basisfunktionen. Das ist mehr als 1 Jahr nach Genehmigung der Zusammenarbeit von 10 Groß-Sparkassen eher peinlich bis erbärmlich.

Bank-Service per Chat - ohne ein "Happy End".

Bei aller Kritik gibt es in "Yomo" interessante Ansätze: 

  • Das Konto geht konsequent auf die Handy-Nutzung. Allerdings nichts Neues, kennt man "N 26" und Fidor Bank mit "O2 Banking" sowie "1822 mobile". Grundsätzlich ein Schritt in die richtige Richtung, wenn es nicht zur inakzeptablen Usebility bei der Video-ID käme. Kurios: Die Eröffnung des "O2 Banking"-Mobile-Kontos bei der Fidor Bank ging über "IDNow" schnell und problemlos: weniger Fragen, weniger Fotos, weniger Generve. Warum machen es die Sparkassen sich selbst so schwer?
  • Weiterhin bemerkenswert: der Chat-Service. Unser 1. Test-Konto bei der Berliner Sparkasse konnten wir per Chat mit wenigen Angaben schließen. Diese positive Erfahrung erinnert an die "1822 direkt". Auch dort konnte man ein Konto einfach per Telefonat schließen. Leider vergaß der "Yomo"-Service, uns über die Schließung zu informieren. Das kennen wir schon von der Berliner Volksbank: Mitdenken? Muss man auch bei "Yomo" nochmal üben.


    "Powered with love by Sparkasse":
    Die "Yomo"-App: Nichts drin, nichts dran, nicht nutzbar.
    Foto: "Yomo"
  • Mit "Yomo" platzieren die Sparkassen eine junge Marke - und halten sich mit den vor Ort geführten Konten an das Regionalprinzip. Wenn die nervende Abstimmung zwischen Hamburg, Berlin, Köln oder München - auch in der Zuständigkeit für die Presse - wegfallen würde, bekäme das Ganze Tempo. Leider stehen sich die Fürstentümer selbst im Weg. Und zu guter Letzt diskutieren die Sparkassen-Politiker in Berlin auch noch mit.
Lediglich die Frankfurter Sparkasse geht mit "1822 mobile" einen eigenen Weg: Eigene App, mit allen Zahlungsfunktionen, inkl. Fotoüberweisungen, ohne nervende TAN's, inkl. Chatbot, mit Kontoübersicht aller Banken und - jetzt kommt's - Post-Ident ohne nervende Video-Identifikation. Geht doch! Gebaut von der Frankfurter Sparkasse. Da schüttelt man den Kopf, warum es die einen können und die anderen nicht ...


Identifikation bei "1822 mobile":
Freie Wahl Post-Ident oder WebID.
Screenshot: Facebook/"1822 mobile"
Tausend Schnittstellen in bonbon-buntem Outfit.

Zurück zu "Yomo": Hinter den Kulissen scheinen die Systeme mehr oder weniger gut zusammenzuspielen: Die Schufa-Abfrage funktioniert automatisch, wie die sofortige Kontonummern-Vergabe. Auch bei Überweisungen ist "Yomo" flott: eine Überweisung von der Commerzbank zur "Haspa" lief von einem Tag zum nächsten - wie es sein soll. Leider kann man nur bis zu 1.000,- € ohne TAN direkt aus der App überweisen, weil kein TAN-Verfahren nötig ist. Wenn die App Daueraufträge und eine Kontoauswertung einbinden würde, wäre es sogar eine Möglichkeit des Banking. Wenn ...

Auch zum Mobile-Konto der Sparkassen gehört eine kostenlose Girocard mit PIN. Diese kommt bei "Yomo" innerhalb 1 Woche. Damit kann man bei 24.000 Sparkassen-Automaten Geld ziehen. Denn hinter den Kulissen ist das "Yomo"-Konto ein Girokonto, wie die AGB's der "Haspa" verraten. Leider sind im Moment nur eine handvoll Sparkassen dabei, was Nutzer im Falle eines Falles zwingt, eine "fremde" Sparkasse auszuwählen.

Persönliches Fazit aus 5 Monaten und 2 Konten:

"Yomo" ist ein halbes Jahr nach Einführung nicht wirklich brauchbar. Gegen die mobilen Referenzen "O2 Banking", "N 26" und "1822 mobile" schmiert die Sparkassen-App mit Fehlern und nervendem Video-ID-Verfahren ihres hauseigenen Dienstleisters sowie durch fehlende Funktionen ab. Das kostenlose "Haspa"-Konto ist bestenfalls "Nice to have". Mit einfacherem Video-ID-Prozess, Post-Ident am Schalter und Daueraufträgen wäre das etwas anderes. Was ist so schwer daran, den Weg von "1822 mobile" zu gehen - aus der Sparkassen-Familie?


Abgesang auf einen "toten Gaul"? Ist "Yomo" schon am Ende?'
"Yomo"-Twitter Channel mit "Pfeiffen im Walde".
Screenshot: @yomo_app

HANSETECHTEST-Gesamturteil:
"Yomo" ist aktuell eine quietsch-bunte Spielzeug-App im dauerhaften Beta-Stadium ohne echten Nutzen.
Selbst schuld und leider durchgefallen!


 Hamburg Digital Background: 

"Yomo"-App Mobile-Konto (Beta-Phase):
https://yomo.de/

Sparkassen Innovation Hub in Hamburg:
https://sparkassen-hub.com/

"Symbioticon" Innovations-Hackathon:
www.symbioticon.de/

Sparkassen-Softwareschmiede "StarFinanz":
http://starfinanz.de/

Sparkassen-Video-ID-Dienstleister "S Direkt"
www.sparkassedirekt.de/service-fuer-sparkassen/new-media-services/videolegitimation.html

Sparkassen-Alternative "1822 mobile":
www.1822mobile.de

Sparkassen-Regionaprinzip (Wikipedia)
https://de.wikipedia.org/wiki/Regionalprinzip