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Sonntag, 27. Mai 2018

HANSEPERSONALITY Marlis Jahnke: Influencer Marketing - "Wild West ist vorbei".

HAMBURG DIGITAL INTERVIEW

TV-Spots, Plakate, Online-Banner: Seit vergangenem Jahr ist eine weitere Kategorie der Werbung hinzugekommen: Influencer Marketing. Was für die einen Schleichwerbung auf Instagram und YouTube ist, wird für Marketingabteilungen, Kommunikationsagenturen und Influener in der DACH-Region zur Zukunft der Werbung.



Stolz auf Ihre Influencer-Kampagnen: Die Hamburgerin Marlis Jahnke
Foto: HANSEVALLEY

Die Hamburger Agenturunternehmerin Marlis Jahnke hat 2014 mit Hastaglove die erste deutsche Plattform für Influencer Marketing aufgebaut. 10.000 vor allem junge Instagramer und YouTuber werden über den Kampagnenmarktplatz vermittelt. Jetzt hat die Unternehmerin ein Buch zum Thema geschrieben - und setzt Standards für die junge Branche. Unser HANSEPERSONALITY ist Marlis Jahnke:

Über 5 Jahre hast Du in der Musikindustrie gearbeitet, u. a. als Produktmanagerin bei Polygram am Glockengiesserwall. Du hast gesehen, wie die Branche sehenden Auges ins Unglück gelufen ist. Was war der ausschlaggebende Grund, Dich vor nunmehr 19 Jahren selbstständig zu machen?

Die Jahre in der Musikindustrie habe ich in vollen Zügen genossen. Dort habe ich Kommunikations-Skills und vor allem den smarten Umgang mit Content gelernt: das Spiel mit Exklusivität, kluges Timing und die Orchestrierung von Medienplatzierung. Nur meine Ideen im Umgang mit dem in den 90er Jahren noch „neuen Internet“ konnte ich in der Musikindustrie nicht umsetzen.


"Ich hatte immer Angst, Innovationen zu verpassen."

Die neuen Möglichkeiten der Kommunikation, die das Internet möglich machte, haben mich aber so stark fasziniert, dass ich 1999 den Sprung ins Unternehmertum gewagt habe und mit Inpromo eine reine Digitalagentur aufgebaut habe, der ich bis heute vorstehe. Bei den Kunden der Filmindustrie konnten wir uns fest verankern: Sie profitierten von unserem Entertainment-Know-How, waren begeistert von unseren neuen Ansätzen und bescherten Inpromo eine Dekade des Wachstums. Ab 2010 haben wir uns dann erfolgreich aus der Nische heraus weitere Kunden-Kreise aufgebaut.

Du beschäftigst Dich seit Ende der 90er Jahre mit der Kommunikation im Internet - zunächst mit Newsgroups und Foren, später mit Communites und Social Media Plattformen. Hand aufs Herz: Wie baut man im Netz am Besten eine eigene Community auf? Und was sollte man tunlichst vermeiden?

Mir ging es immer um die Formen der Kommunikation im Netz. Nicht als Nerd, sondern um den Konsumenten zu erreichen: Das bloße Bannerschalten hat mich nicht interessiert. Wir haben den großen Bereich der Foren und Communities früh geclustert und mit dem Social Media Planner unsere erste agentur-eigne Innovation der digitalen Szene präsentiert. Wir waren dann froh, dass wir irgendwann einen Namen hatten für das, was wir seit Jahren machten: Social Media. 


"Ich habe richtig Bock auf digital und richtig Bock auf Innovationen."

Im Jahr 2014 hast Du mit "Hastaglove" zunächst eine Registrierungsplattform für Influencer aufgesetzt, im Jahr 2015 einen Marktplatz für die Vermittlung von Influenern gestartet. Seit vergangenem Jahr boomt das Thema bei Agenturen. Was macht Influencer Marketing im Kern aus?

Wir sind immer unserem Inpromo-Grundsatz treu geblieben, auch als Dienstleister eigene innovative Projekte auf die Beine zu stellen. In den Jahren 2013/2014 platzten unsere Excel-Listen mit all diesen „reichweitenstarken Social Media-Profilen" aller Kanäle aus allen Nähten und für ein sinnvolles Handling brauchten wir eine Datenbank. Aus dieser Notwendigkeit heraus haben wir den Influencern angeboten, sich bei uns mit ihren Profilen und Themen zu registrieren einschließlich der Freigabe zu unserer Reichweitenmessung, die wir über APIs zu den Social Networks durchführen. 


Die führende Influencer-Plattform: Hashtaglove aus Hamburg
Foto: HANSEVALLEY

Diese Registrierungsplattform war innerhalb kürzester Zeit so erfolgreich, dass wir 2014 Hashtaglove daraus entwickelten: einen virtueller Marktplatz, auf dem wir Marken und Influencer zusammen bringen. Bis heute beraten wir unsere Kunden bei der Entwicklung der Kampagne, Briefing der Influencer und kuratieren die Influencer-Auswahl. Damit unterscheidet sich Hashtaglove von einem reinen Selbstbuchungs-Tool. Und wir setzen auf die Erfahrung von Inpromo, das Influencer Marketing klug in die digitale Gesamt-Kommunikation zu integrieren.

Ihr habt auf der Plattform rd. 10.000 Influencer aus der DACH-Region. Die meisten Influencer sind zwischen 18 und 29 Jahren, gut 50% sind Frauen. Für welche Themen ist Influencer Marketing auf Social Media Netzwerken, wie Instagram und YouTube, besonders interessant? Und warum?

Im Online Marketing findet derzeit ein Shift großer Marketing Budgets zum Influencer Marketing statt. Gleichzeitig entwickeln sich sowohl die Social Media Plattformen - wie Facebook, Youtube, Instagram, Snapchat oder Musical.ly - als auch die Influencer-Szene mit großer Geschwindigkeit weiter. Diese Dynamik stellt sowohl für Marketingprofis als auch für Influencer eine immense und täglich neue Herausforderung dar. 


Inpromo-Team: Machen Marken glücklich und Influencer berühmt.
Foto: HANSEVALLEY

Influencer sind extrem divers und bespielen nicht nur unterschiedliche Kanäle, sondern haben auch unterschiedliche Themengebiete – von Touristik über Lifestyle bis zu Special Interest. Wir setzen bei Hashtaglove Produkttests genauso erfolgreich um, wie Branding-Kampagnen und Recruiting-Aktionen. Mit der Erfahrung abgeschlossener Kampagnen optimieren wir unsere technischen und kuratierenden Standards kontinuierlich weiter und erhöhen den Brandfit und das Influencer Matching.

Es geht um neue Medienschaffende mit ihren neuen Medienkanälen. wie Instagram und YouTube. Es geht um glaubwürdige Medienmarken und ihre persönlichen Empfehlungen. Sind Influencer als neue Testimonials nicht eigentlich "alter Werbewein in neuen Schläuchen"?

Die Logik und der Wert der Empfehlung sind natürlich nicht neu, sondern schon immer hoch relevant bei Konsumenten-Entscheidungen. Immer noch neu ist aber die Diversität von Themen und Kanälen in Kombination mit der riesigen Menge von Personen mit relevanter Reichweite. Dieses Potential wird unterschätzt – wohl auch, weil die mediale Berichterstattung sich vor allem auf die Mega-Stars unter den Influencern fokussiert. 

Die große breite Masse dieser neuen Medienschaffenden - Mikro- bzw. Makro-Influencer - sind hoch interessant für die Werbeindustrie. Alle Marktteilnehmer arbeiten an klugen Lösungen, die Diversität der Szene zu erfassen und Standards in der jungen Marketing-Disziplin durchzusetzen.

Du hast im Springer Gabler-Verlag zusammen mit W&V ein umfassendes Sachbuch zum Thema Influencer Marketing geschrieben - gemeinsam mit vielen Experten aus der Kommunikationsbranche, aber auch mit dem Chef der Medienanstalt. Was findet man in Deinem Buch? Und warum ist es wichtig?

Seit dem Launch von Hashtaglove haben wir viele Kunden beraten als auch Influencern geholfen, ihre Reichweite zu monetarisieren. Dieses Know-How wollten wir gerne teilen, um die junge Marketing-Disziplin zu professionalisieren und Standards zu setzen. Aufgrund des sowohl komplexen juristischen Hintergrundes als auch durch die unterschiedlichen Sichtweisen der Marktteilnehmer hielt ich es für sinnvoll, ein Herausgeber-Werk zu veröffentlichen.

Das heißt, die Experten stellen mit einem Beitrag ihr Fachgebiet vor: Die insgesamt zwölf Beitragsautoren rangieren von Thomas Fuchs (Direktor der Landesmedienanstalt MAHSH) über Franziska von Lewinski (Vorstand fischerAppelt AG) bis hin zum Top-Youtuber Simon Unge. Wir stellen Strategien, Plattformen und Instrumente vor; erklären die rechtlichen Rahmenbedingungen und zeigen viele Beispiele und Best Cases der letzten Jahre.



Unsere traditionelle Hamburg-Frage:

Du hat 1999 Deine Agentur gegründet, bist mit Deiner Familie in Othmarschen zu Hause, engagiert bei Hamburg@work und Mitglied der Working Moms. Was läuft in der Marketing- und Internetcity Hamburg schon richtig gut? Und wo muss vielleicht noch ein büschen zugelegt werden?

Mir gefällt die Veranstaltungs-Szene in Hamburg und ich gehe gerne aus. Ich bin Fan des Reeperbahnfestivals/Next – mehr Hamburg geht nicht und das interdisziplinäre Miteinander rückt dem legendären South by Southwest Music Festival immer näher.

Büschen zulegen: Naja, das Problem des Fachkräftemangel hat auch Hamburg. Wir alle können dem nur gemeinsam begegnen durch Engagement für gute Aus- und Weiterbildung. Und 1. Liga wäre wieder schön ☺

Fachbuch Influencer Marketing
Buchtitel des 1. Influencer Sachbuches
Grafik: Springer Gabler
*  *  *

Herzlichen Dank für die Offenheit!

Das Interview führte Thomas Keup.

 Hamburg Digital Background: 

Marlis Jahnke, Kress Köpfe:
https://kress.de/koepfe/kresskoepfe-detail/profil/33795-marlis-jahnke.html

"Influencer Marketing", Herausgeberin Marlis Jahnke:
https://www.springer.com/de/book/9783658208530

Hashtaglove, Influencer Marketing Plattform:
https://www.hashtaglove.de/

Inpromo, Digitale Kommunikationsagentur:
http://www.inpromo.de/

Mittwoch, 7. Februar 2018

HANSESTARTUPS: Von Foodporn zu sexy Daten für Food.



HAMBURG DIGITAL REPORT

Kein Food, kein Food, kein Food ... und keine Fahrradanhänger. Das ist einer der wirklich wenigen Grundsätze von HANSEVALLEY. Das Geheimnis des Online-Wirtschaftsmagazins ist allerdings, auch mal eine Ausnahme zu machen. Fahrradanhänger mit Hilfsmotor finden wir immer noch nicht wirklich "sexy". Aber ein "Tinder für Food" hat uns aufhorchen zu lassen. Zumal, wenn es am Schulterblatt zwischen vielen leckeren Lokalen entsteht.



Ein junger Student der Macromedia Hochschule aus der Neustadt fasziniert das Thema "Hospitality". Während seiner Ausbildung in Medienmanagement arbeitet er für Red Bull - und lernt Hotels, Brauereien und Restaurants kennen. Das über 4 Jahre aufgebaute Netzwerk ist Grundlage für das erste Food-Startup, bei dem wir schwach werden, weil es ein echtes HANSESTARTUP ist. Ein Swipe in die Welt des "Foodguide" aus der Schanze:


Berlin, Hamburg, Köln und München - überall gibt es tolle Restaurants. Und überall suchen Gäste zu Lunch und Dinner die richtige Location. Was in Deutschland täglich stresst, ist in den angesagtesten Metropolen Europas nicht viel leichter: ob Amsterdam, London, Paris oder Barcelona - Essen ist ein Stück Kultur: "Ich fand es genial, was für ein zentraler Angelpunkt Essen für die Tailänder ist", bringt der 24-jährige Gründer Malte Steiert auf den Punkt, was er während seines Auslandssemesters 2013/2014 erleben durfte. 

Szenenwechsel: In der Diskussion mit Hamburgs CDU-Digitalexperte Carsten Owens begeistert der gebürtige Marburger beim Jungen Wirtschaftstag Anfang November '17 bei "EY" am Rothenbaum Jungunternehmer aus ganz Deutschland. Offen und ehrlich berichtet er von seiner Begeisterung, von seinen Anlaufschwierigkeiten und seinem nicht immer ganz leichten Weg. Gut, dass der seit August 2015 mit "Foodguide" engagierte Jungunternhmer keine Fahrradanhänger baut ...

Ein echter "Foodie" oder  doch "schnell, billig, viel"?

"Ich konnte nie stillsitzen, und ich habe kein ADS. Das wurde auch geprüft", bringt Malte in seinem portugiesischen Stammlokal "Transmontana" beim Interview kurz vor Weihnachten schmunzelnd rüber. Ein Instagram-Blog mit Essensfotos von Freunden ist der Anfang. Und wir sind gedanklich noch einmal in Thailand: Gastfreundschaft, Geselligkeit und Verbundenheit - all' diese Werte verbindet der Sohn einer Lehrerin und eines Pädagogen mit Essen in Thailand. "Jeder Thailänder ist ein Foodie", skiziert Malte den Unterschied zum deutschen 'Schnell, Billig, Viel'. 

Mit 50 anderen Studenten war er unterwegs in dem ostasiatischen Land, viele von ihnen von der Macromedia Hochschule an der Getrudenstraße. Und immer wieder die gleiche Frage: "Wo können wir hingehen?". Nach 3-4 Ausflügen viel kaum jemandem mehr etwas ein. Google, Yelp und Tripavisor? Für 20-22 Jährige nicht unbedingt das Non plus ultra: kaum Bilder, schlechte Texte, keine Preise. Alles, was einen Studenten nicht vom Hocker reißt. Gute Bilder gibt es bei Instagram. Food ist weltweit nach Mode und Reisen das Top-Thema Nr. 3. Also: "Foodporn" könnte die Lösung sein.

1.000 Follower nach 2 Monaten: "Foodporn" zieht.


"Foodporn" geht immer - gerade auf Instagram.
Screenshot: HANSEVALLEY
Malte Steinert macht sich ans Werk, fragt Freunde nach ihren Essensfotos: 'Was ist das? Woher hast Du das? und: Was kostet das'? Die Idee ist geboren: Schweinebauch, Bacon & Baked Beans, Bullerei in der Schanze, 13,50 €, gut! Veganer dürfen jetzt wegklicken ... Anfang 2014 startet der junge Medienexperte eine eigene WhatsApp-Gruppe mit Instagram-Fotos. Noch privat posten seine Buddies die angesagtesten Geheimtipps. Spezielle Empfehlung: Asiate "O-ren Ishii" am Speersort, mittlerweile als "Top 10"-Tipp in allen Stadtführern gelistet. Im Mai d. J. startet Malte mit den WhatsApp-Fotos einen Instagram-Channel - und reserviert sich eines Nachts den Titel "Foodguide".


Der nimmermüde Nachwuchs-Medienmacher lädt die besten Essensbilder hoch: Hashtags und Kommentare inklusive. Nach nur 2 Monaten hat er die ersten 1.000 Follower an Board - "Foodporn" zieht immer. Freunde schicken ihm Bilder, sein Bekanntenkreis ist voll dabei, eine Community entsteht. "Schickt mir Eure Bilder", ruft Malte im August '14 im Instagram-Blog als Motto aus. Täglich treffen zwischen 10 und 20 Fotos ein, Hyperuser schicken ihm ganze Ordner inkl. internationaler Tipps. Im Herbst ist eine systematische Content-Produktion entstanden: 4 Städte, 4 "Community-Manager", 20.000 Follower.

"Foodguide" ist kein Umsatz-, aber ein Netzwerkthema.


Jedem Foodie sein "Foodporn" ...
Foto: Foodguide App
Der seit gut 5 Jahren in Hamburg lebende Malte ahnt, das sein "eskaliertes Hobby" (Sorry, bei 12min.me geliehen) mehr werden kann. An der Macromedia Hochschule belegt er einen Lehrgang für Entrepreneurship. Sein Wunsch: "Wie kann ich einen Businessplan für Foodguide bauen?" Anfang 2015 fährt er während des Praxissemesters seinen Channel hoch. Erste Gastronomen wollen sich listen lassen, doch der Instagram-Kanal soll neutral sein. Foodora-Gutscheine? O.k. Einzelne Restaurant-Empfehlungen? Eher nicht. Im August '15 baut der Wahl-Hamburger mit seinem Entwickler Nico den Prototypen für "Food-Tinder".

Malte Steinert gründet im Spätersommer sein erstes eigenes Unternehmen. Im Herbst d. J. dann der Concept-Proof: "Foodguide" lädt die Community ein, mitzumachen. Das Team gewinnt jede Menge neuer Ideen - und die Sicherheit, dass es einen "Need" gibt. 80.000 Fans hat der "Foodguide" bereits bei Instagram. Am 1. Tag der neuen App kommen 3.000 User dazu. Bis Ende des Jahres werden es bereits 20.000 App-Nutzer sein. Bereits jetzt führt Malte erste Gespräche mit Business Angeln. Schnell wird klar: "Foodguide" ist kein Umsatz- sondern ein Netzwerkthema.

Die "Höhle der Löwen": Auf zur nächsten Stufe.

Anfang 2016 macht der Jungunternehmer seinen Bachelor in Digital Media Management und stellt im Februar seinen ersten Praktikanten für Marketing und Sales ein. Im Sommer gehts für 3 Monate in den "Plug & Play-Accelerator von Axel Springer - ein bewußter Schritt: "Deutschlandweit sind die am weitesten, deshalb haben wir uns für sie entschieden", so Malte auf die Frage, warum kein Hamburger Programm erste Wahl war. Alle 10 Tage pendelt er zwischen Metropole und Hansestadt. Das Team wächst auf einen Mitgründer, 2 Junior-Sales-Manager und 2-3 Praktikanten.

"Foodguide" verdient sein erstes Geld, 2.000,- € jeden Monat. Im Juli lernt Malte seinen heutigen Mitgründer Finn Fahrenburg kennen. Der Techi wird zum Treiber für die technische Entwicklung. Ende 2016 bekommen Malte und Finn einen Kontakt zum deutschen Frühphasen-Fonds "Seed & Speed". Mit dem 2 Jahre älteren Partner zieht es "Foodguide" 2017 in die "Höhle der Löwen". Der Lohn für die Vorbereitung: 450.000,- € Investment. Hannovers Starinvestor hilft dem jungem Startup auf die nächste Stufe der Entwicklung. 

Carsten Maschmeyer ahnt, dass mehr dahinter stecken kann.
Foto: Foodguide App
Von Instagram-Channeln zum Datenlieferanten.

Im Sommer vergangenen Jahres professionalisiert sich "Foodguide": Praktikanten raus - Angestellte
rein. Das Team wächst von 8 auf 20 Mitarbeiter, der Fokus schwenkt auf internationale Märkte, Country Manager kümmern sich um Nutzerwachstum und Vermarktung in Amsterdam, Barcelona, London, Madrid oder Paris. Mittlerweile erzielt das Startup im Marketing jeden Monat zwischen 20.000 und 30.000,- € Umsatz, sind Gastronomen wichtige Vertragspartner. Nach wie vor ist Instagram der Motor, mit Traffic für die Apps und Gutscheinen für Lokale. 


Sie machen in der Schanze das "Tinder für Food".
Foto: Foodguide App
"Foodguide" ist heute in fast allen größeren Städten Deutschlands zu Hause. Die Nutzer sind im Schnitt rd. 27 Jahre jung, meist in Städten zu finden und zu sage und schreibe 75% weiblich. Über 650.000 Fans zählt "Foodguide" heute auf seinen gut 20 Instagram-Channeln in aller Welt. Sie alle werden aus dem jungen Büro im Schanzenviertel betreut. Was wie ein nettes Medien-Marketing-Modell aussieht, entwickelt sich zunehmend zu einem handfesten Daten-Lieferanten für die Industrie:

Alle Vorgänge rund ums Essen in einer App.


"Was soll 2019 auf die Pizza gelegt werden?", fragt Malte bei seinem Lieblings-Portugiesen mit einem Schmunzeln. Und ergänzt: "Wird Quinoa (eine Art Hirse) in 2 Jahren in den Supermarkttegalen liegen?". Mikrotrends in der "Foodguide"-Tinder-App über Likes und Dislikes können zu Makrotrends hochgerechnet werden. Nur ein Schritt auf dem Weg zur disruptiven Tech-Company. Im Nachrichtenmagazin "Stern" ist Malte Steiert denn auch überzeugt, mit "Foodguide" noch viel mehr zu erreichen:


"Unsere Vision ist es, alle Vorgänge rund um das Thema Essen in unserer App zusammenlaufen zu lassen und dem User ein Service-Hopping zu ersparen. In fünf Jahren wollen wir ganz klar nicht nur den Food Market disrupted haben, sondern in weitere Verticals - wie Hotellerie, Travelling und Nightlife - vorgedrungen sein. Aktuell fokussieren wir uns aber erst einmal auf das Vertical Gastronomie.

Das Erfolgsteam der Foodguide App: Malte + Finn
Foto: Foodguide App
Womit die Frage beantwortet werden kann, warum ein weitsichtiger Carsten Maschmeyer in den beiden Jungs aus der Schanze mehr sieht, denn Frank Thelen; warum eine Tinder-App für Gastronomen und Lebensmittler äußerst spannend sein kann und warum "Foodguide" ein HANSESTARTUP ist. Denn nur die besten Startups sind HANSESTARTUPS, auch wenn sie Food machen (und natürlich Tech).

Wir wünschen "Foodguide" auf Ihrem Weg alles Gute und jeden erdenklichen Erfolg! 






 Hamburg Digital Background: 

Malte Steiert im Business-Netzwerk "Xing":
www.xing.com/profile/Malte_Steiert/

"The Foodguide App" bei Instagram:
www.instagram.com/foodguideapp/

"The Foodguide App" Blog:
www.thefoodguide.de/de/blog/

"Foodguide"-Beitrag im Magazin "Stern":
www.stern.de/wirtschaft/hoehle-der-loewen---foodguide----soziales-netzwerk-fuer-alles-rund-ums-essen-7679928.html